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Kreditkarten für das Ausland – Kreditkarten für USA, Brasilien, Japan & Co.

Stand: Oktober 2026

Ob Städtetrip, Fernreise oder Familienurlaub: Wie du unterwegs bezahlst, unterscheidet sich von Land zu Land. In manchen Ländern zahlst du fast alles mit Karte, in anderen brauchst du Bargeld, und in einigen funktionieren bestimmte Karten gar nicht. Hier erfährst du, was du vor der Reise klären solltest, welche Kosten entstehen können und was in 18 beliebten Reisezielen gilt.

Die Länderhinweise beruhen auf den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts (Stand: 08.10.2026). Die Regeln können sich kurzfristig ändern. Schau deshalb vor deiner Abreise noch einmal auf die Seite des Auswärtigen Amts zu deinem Reiseland.


Inhaltsverzeichnis

Für die Reiseplanung hilft dir auch unser Ratgeber zur Kreditkarte im Urlaub. Wenn du zuerst die Unterschiede zwischen den Kartenarten verstehen möchtest, findest du die wichtigsten Kreditkarten-Arten erklärt.


Bezahlen im Ausland: Was du vor der Reise klären solltest

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) rät, sich vor der Reise zu informieren, welche Zahlungsmittel im Reiseland akzeptiert werden (BaFin: Bezahlen und Geld abheben im Ausland). Diese Punkte solltest du mit deiner Bank klären:

  • Funktioniert meine Karte im Reiseland? Eine Girocard eignet sich nur dann für das Ausland, wenn sie zusätzlich das Zahlungsverfahren eines internationalen Anbieters enthält. Das erkennst du an den Logos auf der Karte. Debitkarten mit V-Pay-Logo funktionieren zum Beispiel in den USA und in Brasilien nicht.
  • Welche Limits gelten? Der Betrag, den du im Ausland abheben oder mit Karte bezahlen kannst, kann begrenzt und niedriger sein als in Deutschland.
  • Welche Gebühren fallen an? Deine Bank und der Automatenbetreiber können Gebühren verlangen. Manche Kreditkartenanbieter berechnen außerhalb des Euroraums zusätzlich ein Auslandseinsatzentgelt, also einen Prozentsatz vom Umsatz.
  • Brauche ich Bargeld? Außerhalb des Euroraums kann es helfen, etwas Bargeld in der Landeswährung für die ersten Ausgaben dabeizuhaben. In manchen Ländern ist die Einfuhr der Landeswährung allerdings verboten oder begrenzt.

Achtung, Kostenfalle Sofortumrechnung: In Ländern ohne Euro bieten Geldautomaten und Geschäfte oft an, den Betrag sofort in Euro umzurechnen, und werben mit einem „festen“ Wechselkurs. Dabei berechnen sie laut BaFin oft einen erheblichen Kursaufschlag. In aller Regel ist es günstiger, die Umrechnung abzulehnen und in der Landeswährung zu zahlen. Dann rechnet deine Bank zum aktuellen Kurs um.


Vorteile und Grenzen von Kreditkarten im Ausland

  • Hohe Akzeptanz: Nach Bargeld gelten Kreditkarten laut BaFin als das weltweit am meisten akzeptierte Zahlungsmittel. Es gibt aber Ausnahmen: In Kuba funktionieren Visa und Mastercard derzeit nicht, und in China zahlen viele Menschen per App statt mit Karte.
  • Kaution für Hotel und Mietwagen: Für eine Kaution brauchst du oft eine echte Kreditkarte. Mit einer Debitkarte ist das nicht in allen Fällen möglich (Verbraucherzentrale).
  • Schutz bei Verlust und Diebstahl: Lass die Karte sofort sperren. Der Sperr-Notruf ist aus dem Ausland unter +49 116 116 oder +49 30 4050 4050 erreichbar; ob deine Bank teilnimmt, siehst du auf sperr-notruf.de. Bei nicht autorisierten Zahlungen nach Verlust oder Diebstahl haftest du in der Regel mit höchstens 50 €, außer bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit (§ 675v BGB).
  • Kosten im Blick behalten: Gebühren für Auslandseinsatz und Bargeld unterscheiden sich stark zwischen den Kartenmodellen. Vergleiche die Konditionen vor der Reise (BaFin: Debitkarten und Kreditkarten).
  • Zusatzleistungen: Manche Karten enthalten Reiseversicherungen oder Bonusprogramme. Diese Karten kosten meist eine höhere Jahresgebühr. Prüfe in den Bedingungen, was genau versichert ist und ob du dafür mit der Karte zahlen musst.

Drei Reisekarten im Überblick (Stand: Oktober 2026)

easybank Kreditkarte (Visa)
Kreditkarte mit Kreditrahmen

  • 0 € Jahresgebühr; nur wenn du die 100-%-Rückzahlung per monatlicher Lastschrift wählst, kostet die Karte 2 € pro Monat
  • Kein Auslandseinsatzentgelt, auch bei Zahlungen in Fremdwährung
  • Bargeld abheben weltweit ohne Abhebegebühr der Bank (in Euro ab 50 €); Automatenbetreiber können eigene Gebühren verlangen
  • Bei Rückzahlung in Teilbeträgen fallen Zinsen an; für den Antrag brauchst du ein Girokonto bei einer deutschen Bank, die Bonität wird über die Schufa geprüft

Zur easybank Kreditkarte*

DKB Girokonto mit Visa Debitkarte
Girokonto mit Debitkarte, kein Kreditrahmen

  • Kontoführung 0 € bei mindestens 700 € Geldeingang pro Monat oder unter 28 Jahren, sonst 4,50 € pro Monat
  • Visa Debitkarte ohne Jahresgebühr; Zahlungen werden direkt vom Konto abgebucht
  • Mit Aktivstatus weltweit kostenlos bezahlen und fast überall kostenlos Geld abheben; ohne Aktivstatus gilt das nur im Euroraum
  • Aktivstatus: automatisch in den ersten 3 Monaten nach der Kontoeröffnung (wenn du in den letzten 12 Monaten kein DKB-Girokonto hattest), danach bei mindestens 700 € Geldeingang pro Monat

Zum DKB Girokonto*

Eurowings Kreditkarte Premium
Kreditkarte mit Kreditrahmen und Miles & More

  • Jahresgebühr 49,50 € im ersten Jahr, wenn du in den letzten 12 Monaten keine easybank Kreditkarte hattest; danach 99 € pro Jahr
  • 1 Miles & More Meile je 2 € Kartenumsatz; die Meilen sind 36 Monate gültig
  • 3.000 Willkommensmeilen, wenn du die Karte innerhalb von 6 Wochen nach der Kontoeröffnung einsetzt (gleiche Bedingung wie bei der Jahresgebühr)
  • Kein Auslandseinsatzentgelt; Bargeld im Ausland ohne Abhebegebühr der Bank, in Deutschland 4 % (mind. 5,95 €)
  • Reiseversicherungen inklusive (Reiserücktritt und -abbruch, Auslandsreise-Krankenversicherung, Mietwagen-Vollkasko) für Reisen bis 42 Tage; teils nur bei Zahlung mit der Karte, Details in den Versicherungsbedingungen

Zur Eurowings Kreditkarte Premium*

Stand: Oktober 2026. Alle Angaben laut Anbieter (dkb.de und easybank.de); maßgeblich sind die aktuellen Bedingungen beim Anbieter. Der Überblick ersetzt keine individuelle Beratung.

Bezahlen in beliebten Reiseländern

Jedes Land hat eigene Gepflogenheiten beim Bezahlen. Hier findest du die wichtigsten Hinweise des Auswärtigen Amts zu Geld und Karten für 18 Reiseziele. Ausführlichere Informationen zu einzelnen Ländern findest du in unseren Länder-Ratgebern.

Dubai (Vereinigte Arabische Emirate)

Landeswährung ist der Dirham (AED). Laut Auswärtigem Amt sind das Abheben von Bargeld an Geldautomaten und die Bezahlung mit Kredit- und Debitkarten meist problemlos möglich. Für Girocards gelten die allgemeinen Hinweise des Auswärtigen Amts zum Karteneinsatz im Ausland.

Portugal

Im Euroraum zahlst du in Euro, eine Währungsumrechnung entfällt. Für Zahlungen und Abhebungen in Euro innerhalb der EU darf deine Bank keine höheren Entgelte verlangen als für entsprechende Vorgänge im Inland (EU-Verordnung 2021/1230). Ob dich das Abheben auch in Deutschland etwas kostet, hängt von deinem Kartenmodell ab, und Automatenbetreiber können eigene Gebühren erheben.

Marokko

Landeswährung ist der marokkanische Dirham (MAD). Kreditkarten werden laut Auswärtigem Amt weitgehend akzeptiert, vor allem in Touristengebieten. In kleineren Hotels und Geschäften und in abgelegenen Regionen kannst du oft nur bar zahlen. Bargeld bekommst du mit Kreditkarte an entsprechend gekennzeichneten Automaten; ob deine Girocard funktioniert, hängt von deiner Bank ab. Wichtig: Es gelten strenge Devisenbestimmungen. Du darfst höchstens 2.000 Dirham in bar ein- oder ausführen, und Devisen ab einem Gegenwert von 100.000 Dirham musst du anmelden.

Frankreich

Im Euroraum zahlst du in Euro, eine Währungsumrechnung entfällt. Für Zahlungen und Abhebungen in Euro innerhalb der EU darf deine Bank keine höheren Entgelte verlangen als für entsprechende Vorgänge im Inland (EU-Verordnung 2021/1230). Ob dich das Abheben auch in Deutschland etwas kostet, hängt von deinem Kartenmodell ab, und Automatenbetreiber können eigene Gebühren erheben.

Österreich

Im Euroraum zahlst du in Euro, eine Währungsumrechnung entfällt. Für Zahlungen und Abhebungen in Euro innerhalb der EU darf deine Bank keine höheren Entgelte verlangen als für entsprechende Vorgänge im Inland (EU-Verordnung 2021/1230). Ob dich das Abheben auch in Deutschland etwas kostet, hängt von deinem Kartenmodell ab, und Automatenbetreiber können eigene Gebühren erheben.

Türkei

Landeswährung ist die Türkische Lira (TRY). Mit einer deutschen Girocard kannst du laut Auswärtigem Amt an vielen Geldautomaten Geld abheben; die türkischen Banken verlangen dafür aber überwiegend eine Gebühr, die deutsche Banken nicht erstatten. Kreditkarten werden als Zahlungsmittel akzeptiert, teilweise musst du dabei zusätzlich Reisepass oder Personalausweis vorlegen. Mit Kreditkarte und PIN kannst du an gekennzeichneten Automaten auch Bargeld abheben.

Dänemark

Zahlungsmittel ist die Dänische Krone (DKK). Laut Auswärtigem Amt werden in Dänemark auch Kleinstbeträge mit Karte oder Smartphone bezahlt. An Parkautomaten und im öffentlichen Nahverkehr wird kein Bargeld akzeptiert, dort zahlst du per App. Die verbreitete Bezahl-App MobilePay können nur Personen mit dänischer Personennummer nutzen. Nimm deshalb eine international übliche Kredit- oder Debitkarte mit.

Spanien

Landeswährung ist der Euro. Laut Auswärtigem Amt kannst du überall an Geldautomaten Geld abheben und mit Karte bezahlen. Für Zahlungen und Abhebungen in Euro innerhalb der EU darf deine Bank keine höheren Entgelte verlangen als für entsprechende Vorgänge im Inland (EU-Verordnung 2021/1230). Ob dich das Abheben auch in Deutschland etwas kostet, hängt von deinem Kartenmodell ab, und Automatenbetreiber können eigene Gebühren erheben.

China

Landeswährung ist der Renminbi Yuan (RMB). An Geldautomaten kannst du laut Auswärtigem Amt mit allen gängigen Kreditkarten Bargeld abheben, deutsche Girocards funktionieren nur sehr eingeschränkt. Vielerorts werden internationale Kreditkarten aber nicht akzeptiert. Die meisten Zahlungen laufen über chinesische Apps wie Alipay oder Weixin Pay. Halte in jedem Fall Bargeld bereit, weil elektronisches Bezahlen für ausländische Reisende nicht immer möglich ist.

Griechenland

Im Euroraum zahlst du in Euro, eine Währungsumrechnung entfällt. Für Zahlungen und Abhebungen in Euro innerhalb der EU darf deine Bank keine höheren Entgelte verlangen als für entsprechende Vorgänge im Inland (EU-Verordnung 2021/1230). Ob dich das Abheben auch in Deutschland etwas kostet, hängt von deinem Kartenmodell ab, und Automatenbetreiber können eigene Gebühren erheben.

Brasilien

Landeswährung ist der Real (BRL). Die gängigen internationalen Kreditkarten werden laut Auswärtigem Amt landesweit akzeptiert. Bargeld abheben kannst du mit Kreditkarte oder Girocard mit Maestro-Symbol an gekennzeichneten Automaten, viele Reisende berichten aber von Schwierigkeiten. Üblich sind Tageslimits zwischen 500 und 2.500 Real, je nach Bank und Region. V-Pay-Karten werden nicht akzeptiert. Verlass dich nicht nur auf Geldautomaten, heb bei fehlgeschlagenen Abhebungen den Beleg auf und achte auf manipulierte Automaten.

USA

Landeswährung ist der US-Dollar (USD). Eine Kreditkarte ist laut Auswärtigem Amt nahezu unverzichtbar, fast alle Kreditkarten werden akzeptiert. Mit Kreditkarte und PIN kannst du an Geldautomaten Bargeld abheben. Debitkarten mit V-Pay-Logo funktionieren in den USA nicht. Euro in Dollar tauschen kannst du meist nur gegen Gebühr in Wechselstuben, die es nicht überall gibt.

Alle landesspezifischen Hinweise und Auswahlkriterien findest du im Detail im Ratgeber zu Kreditkarten für die USA.

New York

Für New York gelten die Hinweise zu den USA. Weil Hotels häufig eine Kaution per Kreditkarte verlangen, solltest du auf einen ausreichenden Verfügungsrahmen achten.

Japan

Landeswährung ist der Yen (JPY). Die Geldautomaten der meisten japanischen Banken akzeptieren laut Auswärtigem Amt noch keine ausländischen Karten. Einige europäische Debit- und Kreditkarten funktionieren aber an den Automaten in Seven-Eleven- und Family-Mart-Märkten sowie in Filialen der japanischen Post während der Öffnungszeiten. Frag vor der Reise bei deiner Bank nach den Bedingungen für Abhebungen außerhalb Europas.

Südafrika

Landeswährung ist der südafrikanische Rand (ZAR). Die Zahlung mit Kreditkarte ist laut Auswärtigem Amt üblich. Kredit- und Debitkarten, die dem Maestro-System angeschlossen sind, kannst du an internationalen Geldautomaten nutzen. Euro oder Dollar in bar kannst du in den Metropolen wechseln; dafür musst du deinen Reisepass vorlegen.

Thailand

Landeswährung ist der Baht (THB). Die Bezahlung mit Kreditkarte ist laut Auswärtigem Amt weit verbreitet, an vielen gekennzeichneten Automaten kannst du mit Kredit- und Debitkarte abheben. Vor allem in Touristenorten werden Geldautomaten teilweise manipuliert. Nutze deshalb Automaten in Bankgebäuden, gib deine Karte im Restaurant nicht aus der Hand und tausche Geld nur in autorisierten Wechselstuben. Das Auswärtige Amt empfiehlt, neben Kreditkarten auch Euro oder Dollar in bar mitzunehmen.

Australien

Landeswährung ist der australische Dollar (AUD). Bargeld abheben und mit Kreditkarte zahlen kannst du laut Auswärtigem Amt nahezu überall.

Für längere Reisen und Work & Travel beachte zusätzlich die Anforderungen an eine Kreditkarte für Australien.

Kuba

Wichtig: Seit dem 6. Juni 2026 sind Zahlungen mit Visa und Mastercard in Kuba laut Auswärtigem Amt bis auf Weiteres nicht mehr möglich. An Geldautomaten gibt es praktisch keine Möglichkeit, Bargeld zu bekommen. Nimm deshalb ausreichend Bargeld in Euro oder US-Dollar mit; in privaten Geschäften und Unterkünften wird oft bar in Euro gezahlt. Fremdwährung kannst du unbegrenzt einführen, ab einem Gegenwert von 5.000 US-Dollar musst du sie anmelden. Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist verboten. Girocards deutscher Banken werden in Kuba nicht angenommen.


Fazit

Mit einer Kreditkarte bist du in den meisten Reiseländern gut aufgestellt, vor allem außerhalb des Euroraums und wenn du eine Kaution hinterlegen musst. Es gibt aber wichtige Ausnahmen wie Kuba oder China. Prüfe deshalb vor jeder Reise die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts, kläre Gebühren und Limits mit deiner Bank, nimm eine zweite Karte und etwas Bargeld mit und lehne am Automaten die Sofortumrechnung in Euro ab.

Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ist keine individuelle Finanz- oder Rechtsberatung. Maßgeblich sind die Bedingungen deiner Bank und die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts.

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