Heckenmyrte Maigrün – Tipps zur Pflege

Heckenmyrte Maigrün – Tipps zur Pflege

Ein grüner, schöner Garten ist der Traum von vielen Hausbesitzern. Mit der Heckenmyrte Maigrün und ihrem dichten Blattwerk, dem buschigen Wuchs und der vergleichsweise einfachen Pflege kann diesem Wunsch ein Stückchen näher gekommen werden. Die auch “Lonicera nitida” genannte Pflanze ist ein anspruchsloser Flächendecker, der sich dank des breitbuschigen Wuches auch perfekt zum Bedecken größerer Flächen eignet. Die ursprüngliche Heimat der Immergrünen Heckenkirsche liegt in Asien.

Inhaltsverzeichnis


Heckenmyrte Maigrün – Lonicera nitida

Die Lonicera nitida kann nicht nur in die Höhe ragen, sondern auch in der Breite ein Ausmaß von ungefähr einem Meter erlangen. Pro Jahr wächst sie rund 15 bis 25 Zentimeter.

Die strahlenförmige Pflanze mag sonnige und schattige Plätze

Die Heckenmyrte Maigrün weist einen markanten Aufbau auf aufgrund ihrer diversen Pflanzentriebe, welche sich von der Wurzel aus strahlenförmig nach außen ausweiten. Schließlich formen sie eine dichte Kugel an Trieben. An diesen Pflanzentrieben sitzen wiederum ovale Blätter, die eine satte grüne Farbe das gesamte Jahr über besitzen. Nur in sehr kalten Wintern werden sie dunkelbraun und fallen ab.

Im Monat Mai zeigt sich, warum sie Maigrün genannt wird: Es bilden sich weiße Blüten. Einige Monate später kommen lilafarbene Beeren dazu.

Die Pflanze, die zu der Gruppe der Bodendecker gehört, wächst an zahlreichen Standorten. Sie ist ziemlich anspruchslos hinsichtlich der Sonneneinstrahlung sowie der Bodenqualität. Gern wird sie daher als Hecke in Gärten oder Vorgärten eingesetzt. Wegen ihrer Breitwüchsigkeit reichen beim Einpflanzen für gewöhnlich Abstände von 60 bis 80 cm. Bereits nach kurzer Zeit haben sie sich geschlossen.

Wer die Heckenmyrte Maigrün an Böschungen, Hängen und weitläufigen Flächen gedeihen lassen möchte, sollte pro Quadratmeter zwischen fünf bis sieben Pflanzen anbauen. So kann sichergestellt werden, dass binnen einiger Monate der Boden begrünt ist. Wer also einen größeren Garten besitzt, kann sich z.B. gleich ein Set von 50 Pflanzen im Topf mit einer Größe zwischen 20 und 30 cm bei Amazon bestellen und dieses einpflanzen.

Selbstverständlich gibt es auch einzelne Stecklinge, die man kaufen und planzen kann, wenn man nicht gleich ein ausdehnteres Set bestellen möchte.

Informationen um Wuchsverhalten

  • Wuchs: kompakt, sehr dicht
  • Wuchshöhe: ca. 80 cm
  • Wuchsbreite: 80-100 cm
  • Wuchsgeschwindigkeit: 15-25 cm/Jahr
  • Anwendung: pro lfd. Meter werden 5 Pflanzen benötigt
Unser Tipp: Aufgrund des strahlenden Grüntons der Heckenmyrte Maigrün bildet sie neben Staudenbeeten mit Pflanzen wie Astern oder Rittersporn einen herrlichen Kontrast.

Stetig Unkraut entfernen und gelegentlich gut wässern

Obgleich die Heckenmyrte Maigrün keine außergewöhnliche Pflege bedarf, sollte bei jungen Trieben stets das Unkraut gründlich beseitigt werden. Nur so kann dafür Sorge getragen werden, dass ein schöner Wuchs nicht gehemmt wird. Wer dies gut und sorgfältig betreibt, wird nach circa 48 Monaten mit einem dichten sowie kräftigen Pflanzenwuchs mit zahlreichen Blüten belohnt. Die winterharte Lonicera nitida gedeiht an sonnigen wie auch schattigen Standorten gleichermaßen und auch an den Boden stellt sie kaum Ansprüche. Selbst trockene und kalkhaltige Böden verträgt sie ohne Probleme.

Die Wässerung der Heckenmyrte Maigrün hängt von der Niederschlagsrate ab. Ist es über eine längere Zeit trocken, sollte sie großzügig begossen werden. Normalerweise übersteht sie allerdings problemlos Trockenperioden.

Auch ein Düngen ist nicht notwendig. Im Winter müssen keine besonderen Vorkehrungen getroffen werden, da sie sogar einen starken Frost gut verträgt. Nur das frischgrüne Blattwerk kann sich in äußerst kalten Wintern braunfärben oder sogar abgeworfen werden. Der Frost geht aber stets nur an die Blätter und nicht an das Holz, weshalb die Heckenmyrte im nächsten Frühjahr wieder frisch gedeiht.

Lonicera Nitida schneiden

Hinsichtlich des Schnitts zeigt sich erneut der unkomplizierte Charakter der Heckenmyrte Maigrün. Hier folgen ein paar Tipps, wie und wann dieser verlaufen sollte:

  • Winterende ist die beste Zeit für Schnitte.
  • Je radikaler der Schnitt ist, desto besser erfolgt die Verzweigung und Verdichtung der Äste.
  • Formschnitte sind problemlos möglich. Sie können zu einem beliebigen Zeitpunkt erfolgen.
  • Da sich die Heckenmyrte Maigrün ohne großen Aufwand wunderbar in Form schneiden lässt, eignet sie sich auch hervorragend als Kübel- bzw. Topfpflanze.
Unser Tipp: Wer seine Heckenmyrte Maigrün in der Nähe von einem hellen Pflaster hat, möchte häufig Vogelkot vermeiden. Dann bietet sich ein Schnitt nach der Blüte im Mai an, sodass keine Beeren entstehen, die Vögel anlocken und verzehren könnten.

Vermehrung und Schädlinge

Wer seine Heckenmyrte Maigrün vermehren möchte, kann dies in den Sommermonaten mithilfe von Stecklingen vornehmen. Dafür werden verholzte Stückchen in eine Länge von rund 20 cm zurechtgeschnitten. Im Anschluss werden sie in den Boden gesetzt und regelmäßig gegossen. Im folgenden Frühjahr können die jungen Pflanzen an ihren gewünschten Standort umgepflanzt werden.

Nur äußerst selten wird die Heckenmyrte Maigrün von Krankheiten oder Schädlingen befallen, da sie eine sehr robuste und dankbare Pflanze ist.

Lediglich die jungen oder selbst gezogenen Planzen können gelegentlich von Spinnmilben befallen werden. Diese erkennt man an den Flecken, die sie auf den Blättern hinterlassen oder im fortgeschrittenen Stadium auch an den Gespinsten. Bei einem Befall sollte man besonders die Unterseiten der Blätter behandeln, indem man diese kräftig mit Wasser abduscht. Auch Präparate auf der Basis von Niemöl oder -samen haben sich bewährt.

Unser Tipp: Kontrollieren Sie die Pflanzen regelmäßig. So lässt sich ein Befall zeitnah erkennen.

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