Niemand macht gerne die Steuer – Wie ihr euch das Thema Steuern einfacher machen könnt

Niemand macht gerne die Steuer – Wie ihr euch das Thema Steuern einfacher machen könnt

Viele Verbraucher empfinden das Thema Steuern und die Steuererklärung als nervige und Zeit raubende Belastung. Dabei lohnt sich eine Steuerklärung in vielen Fällen. Arbeitnehmer und Selbstständige können sich damit oftmals Geld vom Finanzamt zurückholen. Bei Arbeitnehmern lohnt sich sogar in neun von zehn Fällen die Abgabe einer Erklärung beim Finanzamt. Im Durchschnitt gibt es eine Erstattung von rund 900 Euro. Das Geld versüßt den Aufwand dafür. Außerdem sind viele Verbraucher zur Abgabe verpflichtet. Der Aufwand für die Erstellung einer Steuererklärung kann mit einigen Ratschlägen deutlich vereinfacht werden.

Wer muss eine Steuererklärung abgeben?

Es gibt klar definierte Bedingungen, unter denen eine Steuererklärung zwingend abzugeben ist. Eine Abgabepflicht gilt zum Beispiel, wenn Einkommen nach Steuerklasse VI abgerechnet wurde oder Eheleute die Kombination aus Steuerklasse III und V bzw. IV mit Faktor haben. Zudem ist bei Einnahmen als Selbstständiger, Rentner, Gewerbetreibender, Landwirt oder Vermieter über dem Grundfreibetrag von aktuell 8.820 Euro eine Steuererklärung Pflicht. Weitere Gründe können offene Steuern aus Kapitaleinkünften sein, der Erhalt einer Abfindung oder wenn ein Verlustvortrag aus den Vorjahren vorhanden ist. Besonders lohnt sich allerdings die Steuererklärung vor allem dann, wenn diese keine Pflicht ist. Dann steigt die Wahrscheinlichkeit auf eine Steuererstattung deutlich an. Wer individuelle Ausgaben hat, die über den Pauschalbeträgen liegen, können diese nur über eine entsprechende Erklärung gegenüber dem Finanzamt geltend gemacht werden.

Wie kann das Thema Steuern einfacher gestaltet werden?

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Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um den Aufwand zu reduzieren und dennoch nicht auf bares Geld zu verzichten. Es gibt im Handel diverse Steuersoftware, die auf die Zielgruppe Arbeitnehmer oder Selbstständige ausgerichtet sind. Diese Programme sind ein guter Helfer bei den Finanzen und unterstützen sowohl inhaltlich als auch organisatorisch bei den Steuern. Gute Software gibt es bereits ab 15 Euro. Versionen für Selbstständige mit erweiterten Funktionen sind geringfügig teurer.

Lohnsteuerhilfevereine, über die ihr euch genauer bei diesem bekannten Fachmagazin informieren könnt,  bieten vor Ort ihre Hilfe an. Dafür muss man Mitglied im Verein werden. Diese Variante ist günstiger als ein Steuerberater, allerdings ist die Beratung und der Service in der Regel nicht so individuell. Ein Lohnsteuerhilfeverein darf allerdings keine Selbstständigen oder Gewerbetreibende beraten. Der Beitrag richtet sich meistens nach dem zu versteuernden Einkommen.

Der Steuerberater als Fachmann an eurer Seite

Hilfe vom Steuerberater | © panthermedia.net /ridofranz

Hilfe vom Steuerberater | © panthermedia.net /ridofranz

Als Fachmann steht der Steuerberater als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung. Dieser lohnt sich häufig in komplexen Fällen, wenn zum Beispiel mehrere Einkunftsarten vorhanden sind. Gerade auch für Selbstständige und Gewerbetreibende lohnt sich oft der Gang zum Steuerberater. Am besten ist es, wenn er auf die Zielgruppe spezialsiert ist.

Seine Gebühren rechnet er nach dem Aufwand ab, den er für seine Dienstleistungen benötigt. Diese Variante ist sicherlich die teuerste. Dafür gibt es umfangreiche Beratung rund um die Themen Steuern und Finanzen. In jedem Fall lohnt es sich, Belege für das Finanzamt bereits während des Jahres zu sammeln. Gut geordnete Finanzen bzw. eine funktionierende Buchhaltung bei Unternehmen sind ein solides Fundament bei der Steuer.

Steuererklärung bei Selbstständigen

Bei selbstständig Tätigen ist das Thema Steuern besonders relevant. Bei Arbeitnehmer wird die Einkommenssteuer plus Soli und ggf. Kirchensteuer direkt vom Bruttolohn abgezogen. Dagegen hängt es bei Selbstständigen unter anderem von der gewählten Rechtsform ab, welche Steuern zu zahlen sind. Das zu versteuernde Einkommen wird dann bei der jährlichen Steuererklärung offen gelegt. Auf der Basis wird auch eine Vorauszahlung für die nächsten Quartale berechnet.

Ebenso gibt es noch viele weitere Unterschiede bei Selbstständigen und ihren Steuern. Ihr habt noch weitere Fragen oder seit ganz frisch auf dem Gebiet der Freiberufler und Gewerbetreibenden? Zehn Steuertipps für Selbstsändige findet ihr zum Beispiel gut zusammengefasst auf dieser bekannten Infoseite.

Fazit: eine Steuererklärung ist einfacher als viele denken

Steuererklaerung abgeben | © panthermedia.net /Andriy Popov

Steuererklaerung abgeben | © panthermedia.net /Andriy Popov

Das deutsche Steuersystem ist bekanntermaßen komplex. Es gibt viele Ausgaben, die steuerlich geltend gemacht können. Nur die wenigsten Verbraucher kennen sich mit der Thematik sehr gut aus. Daher sollten Steuerzahler zu einer Unterstützung greifen. Ob es der Steuerberater oder doch eher die günstige Software ist, hängt von der persönlichen Situation ab.

Für fast jeden lohnt sich die Abgabe einer Steuererklärung bei seinem Finanzamt – unabhängig davon, ob diese freiwillig erfolgt oder nicht. Wer schon einmal eine Erklärung gemacht hat, weiß bei vielen Punkten schon, worauf es ankommt. Der Aufwand zur Erstellung reduziert sich. Die erste eigene Erklärung ist sicherlich die kniffligste. Aber die Beschäftigung mit der Steuer zahlt sich in den meisten Fällen aus.


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