HUE – Personal Wireless Lightning – Was ist eigentlich HUE?

HUE – Personal Wireless Lightning – Was ist eigentlich HUE?

Die Erfindung der Glühbirne war einst ein großer Durchbruch. Eine Wohn- und Arbeitsbeleuchtung war geschaffen, von der ein gelbliches Licht ausging. Weitere Leuchtkörper und Farben drangen auf den Markt, von denen die LEDs wieder ein neues Zeitalter der Beleuchtung eingeläutet haben.

Der Konzern Philips hat noch etwas draufgesetzt und Philips hue entworfen. Dies sind keine herkömmlichen LEDs, sondern die Leuchten sind mit W-Lan vernetzt. Über eine App kann mit dem Smartphone ihre Farbe, Temperatur und Helligkeit sowie vieles mehr gesteuert werden.

Bereits seit etwa einem Jahr ist Philips hue in Deutschland verfügbar. Daher wird es Zeit, sich dieses Produkt genauer anzusehen und abzuchecken, ob es eine hilfreiche Innovation oder nur eine Spielerei für Nerds ist.

Wie hue installiert wird

Die Installation von den hue-LEDs ist einfach. Dafür müssen die Leuchten nur mit den alten Glühbirnen ausgetauscht werden. Sie sind in den Fassungsgrößen E26 sowie E27 erhältlich und verhältnismäßig schwer. Das erhöhte Gewicht liegt in der eingebauten W-Lan-Technik.

Im Anschluss werden die LEDS mit der Smartbridge verknüpft. Die Smartbridge stellt das Steuerelement der Lampen dar und wird mit einem Kabel mit Router, DSL-Modem oder Switch verbunden. Weitere Installationsschritte sind nicht notwendig, da sich die hue-Lampen selbstständig konfigurieren und vernetzen.

philips-hue-smartphone-steuerung

Damit sie ihr Können unter Beweis stellen können, wird eine kostenfreie Philips-hue-App (iTunes / Android) auf einem Gerät installiert. Automatisch erkennen Smartphone oder Tablet, wie viele der revolutionären Lampen von dem niederländischen Konzern Philips vorhanden sind.

Raumbereiche akzentuieren und für Stimmung sorgen

Die Möglichkeiten des Personal Wireless Lightning, als das hue auch bezeichnet wird, sind nahezu grenzenlos. Der Nutzer kann auf eingestellte Lichtstimmungen wie Meer, griechische Inseln oder tiefgrüner Wald zugreifen oder selbst mit den Reglern der iPhone-App kreativ werden.

Jeder einzelnen hue-Lampe kann ein Farbwert des umfangreichen Malkastens zugeordnet werden. Dadurch lassen sich beispielsweise bestimmte Raumbereiche geschickt betonen und es lassen sich je nach Bedarf bewusst mit Licht Stimmungen erzeugen. Selbst Fotos können als Vorlage für einen Farbton herangezogen werden.

Als hilfreich können sich die vordefinierten Einstellungen wie Lesen, Entspannen oder Arbeiten erweisen. Hier schalten die Leuchten automatisch auf ein weißes Licht um, das sich jedoch hinsichtlich der Farbtemperatur und der Helligkeit je nach gewünschtem Lichtprogramm unterscheidet. Dies erspart ein mühevolles, händisches Einstellen eines Dimmers. Außerdem muss dafür nicht aufgestanden werden, da jegliche Lichtintensität über das Smartphone reguliert werden kann.

Mit der Produktreihe Philips Friends of hue das Interior verschönern!
Seit Ende 2013 gibt es ferner die LED-LightStrips aus der Produktreihe Philips Friends of hue (sämtliche Produkte aus der Serie finden Sie hier). Bei ihnen handelt es sich um LED-Streifen, die beispielsweise an Regalen oder Fensterrahmen angebracht werden. Sie sorgen für spannende Akzente und betonen gezielt ausgewiesene Gegenstände. Hinsichtlich der Technik gleichen sie den anderen hue-LED-Lampen.

Für mehr Organisation und Sicherheit

Wer bei den hue-Leuchten nur an ein Farbspiel denkt, wird dem Produkt nicht gerecht. Die Lampen lassen sich auch als Wecker einsetzen. So beginnen sie zu einem bestimmten Zeitpunkt an zu leuchten, um rechtzeitig aufzustehen. Mit ihnen kann ebenfalls signalisiert werden, wenn die Sprösslinge ins Bett müssen. Die Optionen dieser Signalfunktion sind vielseitig und obliegen der eigenen Fantasie.

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Licht bedeutet seit jeher auch ein erhöhtes Maß an Sicherheit. Wer beispielsweise in den Urlaub fährt, kann mit einer automatisierten Lichtaktivität möglichen Einbrechern vorgaukeln, dass jemand daheim ist. Per App kann von dem Urlaubsort flexibel eingestellt werden, wann das Licht an- und wieder ausgeht. Dadurch lässt sich für den Verbrecher kein Muster erkennen.

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Mithilfe der Geofencing-Technologie können die hue-Lampen sich selbstständig einschalten, sobald der Hausherr sich der Haustür nähert.

Nicht ganz billiger Anschaffungspreis – günstig im Verbrauch

Von den hue-Lampen geht ein weißes Licht aus, wenn sie zum ersten Mal per Lichtschalter eingeschaltet werden. Sie arbeiten in einem standardisierten Modus, der sich automatisch anschaltet, sofern die Lampen nicht aktiv mithilfe der App gesteuert werden. Im Standardmodus ist mit einem Energieverbrauch von lediglich 8,5 Watt zu rechnen, obgleich eine Helligkeit von circa 600 Lumen bzw. 50 Watt erreicht wird. Dies ermöglicht monetäre Einsparungen im Unterschied zur herkömmlichen Glühbirne und schont zudem die Umwelt.

Die Anschaffungskosten für hue sind verhältnismäßig hoch. Sie liegen bei knapp 200 Euro für das Startpaket, wenn sie im Internet oder im stationären Handel in Deutschland erworben werden. Das Startpaket umfasst drei Leuchten inklusive hue Bridge. Wer ein großes Lampennetzwerk kreieren möchte, muss für jede Zusatzlampe 60 Euro bezahlen.

Fazit: Eine spannende Lösung für eine innovative Heimbeleuchtung

Eigentlich ist es falsch, die hue-LEDs als Lampen zu bezeichnen. Sie sind vielmehr Miniatur-W-Lan-Computer, die über einen Leuchtkörper verfügen. Die einfache Bedienung gelingt ebenfalls nicht technologievernarrten Anwendern, sodass sie das Heim durchaus bereichern können.

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Ihre zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten können für mehr Sicherheit oder ein schöneres Zuhause wie im oberen Beispiel sorgen. Eine herkömmliche Lichtgestaltung für das Wohnzimmer ist Philips hue sicherlich nicht.

Ist der Preis für Philips hue gerechtfertig?

Der Preis für diese hochwertige Beleuchtung ist jedoch nicht gering und auch die zusätzlichen Leuchtkörper sind verhältnismäßig teuer. Die hohen Anschaffungskosten werden durch den niedrigen Energieverbrauch der LED allerdings relativiert.

Unabhängig von den Kosten: Mit Philips hue hat der niederländische Betrieb den Startschuss für ein Umdenken bei Beleuchtungskonzepten für das Heim gegeben.


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