Was ist ein Girokonto und worauf sollte ich beim Vergleich achten?

Was ist ein Girokonto und worauf sollte ich beim Vergleich achten?

Wissenswertes über Girokonten

Bankkunden, die ein neues Girokonto suchen, können heute auf zahlreiche Angebote von Direktbanken und Filialbanken zurückgreifen. Die Konditionen der Institute unterscheiden sich jedoch mitunter deutlich, sodass ein Girokonto Vergleich vor einem Abschluss in jedem Fall sinnvoll ist. Wir zeigen, welche Details beim Kontoabschluss beachtet werden sollten, welche Banken Startguthaben und andere Extras bieten und wie Bankkunden ein für sich ein passendes neues Girokonto finden.

1.) Kontoführungsgebühren

Eines der zentralen Themen beim Girokonto ist die Kontoführungsgebühr. Sie wird bei vielen Instituten bei Privatkunden wie auch bei Firmenkunden noch immer monatlich erhoben und kann zwischen 5-15 Euro betragen. Lediglich Studenten und Schüler erhalten Konten ohne Kosten bei den meisten Filialbanken. Zusätzlich berechnen viele Institute und Sparkassen auch Gebühren für Überweisungen, Daueraufträge oder Lastschriften. Diese Kontoführungsgebühr kann jedoch zu einer enormen finanziellen Belastung führen, die immer mehr Bankkunden für sich vermeiden wollen.

Welche Gebühren fallen für ein Girokonto an?

  • Transaktionskosten / Transaktionsgebühr
    Bei diesen Kosten kann entweder eine Gebühr pro Transaktion oder ein monatlicher Pauschalbetrag fällig werden. Die häufigere Variante sind die Transaktionskosten, die z.B. bei jeder Überweisung anfallen können.
  • Bargeldabhebungskosten / Bargeldabhebungsgebühr
    Die meisten Banken berechnen diese Gebühr wenn Sie an fremden Geldautomaten, die nicht zum Automaten-Netz des Kreditinstituts gehören, Bargeld abheben. Die Höhe der Gebühr kann dabei zwischen 2,50 – 5,00 Euro, je nach Höhe der Verfügung, liegen.
  • EC-Karten Gebühren bzw. Kosten
    Auch die Nutzung von EC-Karten können Gebühren und Kosten verursachen. Heben Sie z.B. mit einer EC-Karte Geld im Ausland ab oder nutzen die EC-Karte zur Bezahlung in Geschäften und Restaurants werden nicht selten Gebühren berechnet.
  • Überziehungs- und Dispozinsen
    Für Kontoüberziehungen und Dispositionskredite fallen sehr hohe Zinsen an. Diese können aktuell je nach Bankinstitut bei 7,00 – 17,40% liegen. Bei größeren Beträgen lohnt es sich meist einen Ratenkredit abzuschließen, da diese mit deutlich geringeren Zinsen erhältlich sind.

Alternativ hierzu bieten zahlreiche Kreditinstitute das kostenlose Girokonto, das ohne Kontoführungskosten geführt werden kann. Anbieter sind vor allem Direktbanken, die das Girokonto meist ohne weitere Bedingungen kostenfrei anbieten.

Welche Banken bieten ein kostenloses Girokonto?
Eines der beliebtesten kostenlosen Girokonten in Deutschland und ein mehrfacher Testsieger ist das DKB Cash Konto der Deutschen Kreditbank Berlin.

    Weiterführende Informationen und Anbieter:

  • Kostenloses Girokonto
  • Kostenloses Girokonto für Studenten
  • Kostenloses Girokonto für Selbständige
  • Kostenloses Girokonto für Geschäftskunden

Bei Filialbanken hingegen ist die Gebührenfreiheit nicht selten an Bedingungen wie etwa einen monatlichen Gehaltseingang oder ein Mindestguthaben bei der jeweiligen Bank gebunden. Die Höhe des monatlichen Mindestgeldeingangs sowie des Mindestsparguthabens kann in den Kontobedingungen der Banken nachgelesen werden. Um neue Kunden zu gewinnen, bieten viele Banken zusätzlich zur kostenfreien Kontoführung auch Prämien oder Startguthaben von bis zu 100 Euro. Eine solche Prämie kann häufig jedoch nur dann in Anspruch genommen werden, wenn das neue Konto auch als Gehaltskonto geführt wird.

2.) Zinsen für Guthaben und Überziehungen

Ein weiteres wichtiges Detail beim Girokonten miteinander zu vergleichen sind die Zinssätze, die die Bank etwa für Guthaben auf dem Konto entrichtet. Vielfach wurden die Guthabenzinsen bereits abgeschafft, sodass Kunden für ihr Guthaben auf dem Girokonto keine Zinsen mehr erhalten.

Unser Tipp: Legen Sie Ihr Geld auf Tages- oder Festgeldkonten an!
Greifen Sie auf alternative Sparformen wie etwa ein Tagesgeldkonto oder ein Festgeldkonto zurück. Wichtig ist hierbei, dass die Bank ein umfassendes Anlage-Portfolio bietet und so die Möglichkeit eröffnet, Geld kurz- oder mittelfristig lukrativ anzulegen. Vielfach können Kontoinhaber diese Anlageprodukte bequem online abschließen und sparen sich so den Weg zur Bank. Zudem können hier nicht selten Sonderkonditionen genutzt werden, die vor Ort nicht verfügbar sind.

Welche Zinsen fallen für die Kontoüberziehung an?

Wichtiger als die Guthabenzinsen auf Girokonten sind hingegen die Sollzinsen, die für den Dispositionskredit berechnet werden. Zahlreiche Kontoinhaber nutzen das Angebot ihrer Bank, einen Dispositionsrahmen in Höhe des Zweifachen oder Dreifachen Nettoentgeltes zu nutzen und das Konto zu überziehen. Dies kann allerdings recht kostspielig werden.

Die Zinssätze für den Dispo reichen von 7,9 – 14,9 Prozent. Gerade dann, wenn Kontoinhaber größere Beträge beim Dispositionskredit nutzen. Belastungen von einigen hundert Euro pro Jahr sind keine Seltenheit. Wer also häufig den Kredit in Anspruch nimmt, sollte die Zinsen der Banken vergleichen oder alternativ einen Rahmenkredit wählen, der nach Abfrage der Schufa ebenfalls zu günstigeren Konditionen abgeschlossen werden kann.

3.) Bargeldverfügungen vom Girokonto

Beim Abschluss eines neuen Girokontos sollten Bankkunden zudem überlegen, wie die Beträge auf dem Girokonto verfügt werden können. Vielfach kann die Bargeldversorgung nur an den institutseigenen Geldautomaten kostenfrei angeboten werden, bei Fremdbanken zahlen Kunden je Abhebung zwischen 2,50 – 5,00 Euro.

Kunden, die in ländlichen Regionen leben, wo außer den Geldautomaten der Sparkassen keine weiteren Automaten zu finden sind, sollten daher darauf achten, eine Bank zu wählen, die kostenfreie Abhebungen deutschlandweit ermöglicht. Auch hier sind die Direktbanken häufig Vorreiter, denn nicht selten vergeben diese zusätzlich zum Konto auch kostenfreie Kreditkarten, die dann für die Abhebung von Bargeld in ganz Deutschland genutzt werden können.

Kostenlose Bargeldabhebungen auch im Ausland möglich!
Mitunter sind sogar die Bargeldabhebungen europaweit kostenfrei, sodass auch Verfügungen im Urlaub ohne Gebühren möglich sind. Die Kreditkarten werden natürlich ebenso wie die Girokonto ohne zusätzliche Gebühren vergeben und können nicht nur für Bargeldverfügungen, sondern auch für Zahlungen im In- und Ausland sowie für Einkäufe im Internet genutzt werden.

4.) Rund-um-Betreuung in allen Bankangelegenheiten

Girokonten sind in aller Regel die Grundlage der weiteren Geschäftsbeziehung. Daher suchen viele Menschen und Kunden nach einem Girokonto bei einer Universalbank, bei der auch die weiteren Geldangelegenheiten problemlos abgewickelt werden können.

  • Geldanlage – Beratung und Angebote: Wie bereits beschrieben, ist es für Anleger beispielsweise wichtig, dass die Bank auch interessante Anlageoptionen bietet und der Abschluss bequem abgewickelt werden kann.
  • Einlagensicherung der Bank: Auch auf die Einlagensicherung sollten Sie als Kunde großen Wert legen. Diese Einlagensicherung bezeichnet die gesetzlichen und freiwilligen Maßnahmen zum Schutz der Einlagen der Kunden.
  • Geldanlage Wertpapier: Anleger, die speziell in Wertpapieren investieren, benötigen zudem ein Depotkonto, welches kostengünstig geführt wird und eine einfache Abwicklung von Wertpapiergeschäften ermöglicht.
  • Für Kreditkunden hingegen sollte die Bank günstige Kreditkonditionen bieten können, um so größere Finanzierungen kostengünstig abwickeln zu können.
Stellen Sie sich die Frage: Kann das Portfolio der Bank meinen Ansprüchen genügen?
Beim Kontoabschluss sollte man daher prüfen, in welchem Umfang die neue Bank den eigenen Ansprüchen gerecht werden kann und ob man diese Rund-um-Betreuung überhaupt benötigt. Hier unterscheiden sich Direkt- und Filialbanken kaum noch voneinander, außer dass bei Direktbanken eine persönliche Beratung nicht möglich ist. Diesen Makel versuchen die Institute jedoch durch eine gezielte telefonische Beratung oder gar die Videoberatung zu beheben.

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