Reiseführer: Barbados – ‚Klein-England’ in der Karibik

Reiseführer: Barbados – ‚Klein-England’ in der Karibik

Barbados liegt recht östlich in der Karibik. Es gehört zu den Kleinen Antillen. Barbados hat einige weitere Namen, die die Insel näher beschreibt. So ist immer wieder auch die Rede von der
Insel des Rums, „Klein-England“ oder „Insel der Bärtigen“. Treffend sind alle Bezeichnungen, da hier sowohl Zuckerrohr angebaut wird und die britische Tradition noch immer aufrechterhalten wird.

Botschafterin der Insel ist Rihanna, die immer wieder stolz über ihre Heimat sprichtDie Insel ist nicht, wie viele andere in der Karibik vulkanischen Ursprungs. Die Insel ist der höchste Punkt eines unterseeischen Kalksteinrückens. Die höchste Erhebung ist der Mount Hillaby mit 336 Metern Höhe. Die sonstigen 430 Quadratkilometer Landesfläche sind zum Großteil flach. Nur im Norden der Insel ist es etwas hügelig. Daher ist auch die Nordküste der Insel felsig, was viele Urlauber zu schätzen wissen.

An der Süd- und Westküste hingegen laden die wahren Bilderbuch-Strände mit herrlich feinem und weißem Sand ein. Die Ostküste ist das Paradies für Wassersportbegeisterte. Vor allem Surfer kommen hier auf ihre Kosten. Zu Barbados gehört zudem Culpepper Island, die vor der Ostküste gelegen ist. Die Hauptstadt ist Bridgetown, wo auch rund 2/3 der Bevölkerung leben.

Geschichte von der Karibik Insel Barbados

Im Jahr 1536 ist die Insel von Pedro Campos entdeckt worden. Der Portugise ist für den einen Namen „Insel der Bärtigen“ verantwortlich. Bezeichnete er doch die Wurzeln der Feigenbäume auf der Insel als wallende Bärte. „Os Barbados“ heißt ins deutsche übersetzt die Bärtigen. Aus dieser Bezeichnung ist auch der Name der Insel abzuleiten. Im Jahr 1625 ging die Insel an die Briten über, was auch heute noch in der Tradition deutlich gezeigt wird. Die Einwohner sprechen auch heute noch englisch, zum Teil aber mit einem starken Dialekt, dem Bajan Englisch.

Karibik Insel Barbados: Die Sehenswürdigkeiten

Die Natur der Karibikinsel Barbados lohnt sich anzusehen. Doch ist es nicht nur die Natur, was hierzulande als Sehenswürdigkeit gilt. Bridgetown, die Hauptstadt der Insel, bietet weitere Sehenswürdigkeiten an. Die malerische Altstadt gehört seit dem Jahr 2011 zum UNESCO-Weltkulturerbe. In der Stadt sind zahlreiche historische Gebäude zu sehen.

Drei, die unbedingt erwähnt werden sollten, sind das Barbados Mutual Building, das Harrison College sowie die St. Anne’s Garrison. Das Nelson Denkmal aus dem Jahr 1813 ist älter, als die Nelson-Säule, die in Britanien steht. Den Einfluss der Briten zeigt auch das angelegte Straßennetz der Stadt. Es ist, nicht wie sonst bei den karibischen Inseln üblich kreuz und quer, sondern in Rasterform angelegt.

Gegründet wurde Bridgetown im Jahr 1628 am Constitution River. Der Tourismus ist der Stadt sehr wichtig. Wo in anderen Teilen von Barbados Zucker und Rum die Haupteinnahmequelle bilden, so ist es hier der Tourismus. Der ehemalige Handelshafen ist heute ein moderner Yachthafen. Bridgetown bietet zudem mit der Broad Street eine Flaniermeile an, wo sich auch viele international bekannte Kaufhäuser angesiedelt haben.

Bild: ©Karen Low Phillips/iStock - Barbados Yachthafen

Bild: ©Karen Low Phillips/iStock – Barbados Yachthafen

Neben Bridgetown gehören auch die Städte Speightstown, Holetown und Oistins im Süden der Insel zu den interessanten Gegenden der Insel. Speightstown ist die zweitgrößte Stadt der Insel. Sie galt früher als wichtiger Handelspunkt mit Großbritannien. Heute ist sie weitaus bedeutender für den Tourismus. Einige Kunstgalerien haben sich hier niedergelassen, wie die Frangipani Art Gallery oder die Caribbean Gallery of Art. Das Arlington House Museum zeigt die Geschichte von Barbados. Die Strandpromenade ist eine der schönsten der Insel.

In der Stadt Holetown findet jedes Jahr im Februar das Holetown Festival statt. Zahlreiche musikalische Darbietungen und Paraden lassen sich dann sehen. Das restliche Jahr sind es vor allem die Einkaufsmöglichkeiten, die die Touristen immer wieder anlocken. Interessant ist da das Chattel Village, wo inmitten tropischer Gärten kleine Boutiquen einen Platz gefunden haben.

Im kleinen Küstenort Oistinis werden jeden Freitag Touristen zum „Fish Fry“ eingeladen. Die vielen Stände verkaufen frische Fischspezialitäten. Dazu werden Macaroni Pie, Süßkartoffeln und anderen karibischen Spezialitäten angeboten.

Bild: ©Deana Valorose / iStock - Windmühle in St. Andrews

Bild: ©Deana Valorose / iStock – Windmühle in St. Andrews

Ein weiteres Wahrzeichen von Barbados ist die Morgan Lewis Windmühle in St. Andrews. Es ist neben der Betty’s Hope Estate auf Antigua die bis heute einzig noch intakte Zucker-Windmühle der ganzen Welt ist. 1947 ist die Windmühle stillgelegt worden und geriet bis zum Jahr 1962 fast in Vergessenheit.

Seit dem Jahr 1999 ist sie wieder als Touristenattraktion eröffnet worden. Heute wird hier eine Ausstellung über die Zuckerproduktion angeboten, wo auch das historische Werkzeug nicht fehlen darf. Highlight ist von Dezember bis April, wenn beim Mahlen des Zuckerrohrs zugeschaut und der frische Zuckerrohr-Saft probiert werden kann.

Strände von Barbados: Welche sind die schönsten Strände?

Rund 60 Strände laden auf Barbados Einheimische und Touristen ein. Sie sind auf insgesamt etwa 180 Quadratkilometern verteilt zu finden. Der Westen der Insel hat den Beinamen der Platin-Küste. Unterseeische Korallenriffe sorgen hier für geringe Strömungen, sodass auch Familien mit Kindern hier auf ihre Kosten kommen.

Der Sandy Lane Beach, der zum gleichnamigen Resort gehört, bietet lange Buchten und kristallklares Wasser, wo gut entspannt werden kann. Der Bottom Bay Beach (siehe Bild) ist aus der Raffaello Werbung bekannt. Wehende Palmen, ruhiges Wasser und blaues Meer laden hier ein.

Bild: © / iStock -   Bottom Bay auf Barbados

Bild: © / iStock – Bottom Bay auf Barbados

Die Ostküste von Barbados ist eher etwas für diejenigen, die nicht auf Ruhe und Entspannung aus sind. Die tosende Brandung ist für geübte Surfer zu empfehlen. Die Nordküste der Insel ist felsig. Da auch starke Strömungen in der Region nicht selten sind, sollte hier auf das Schwimmen im Meer verzichtet werden. Dafür kann von den Felsen ein wunderbarer Blick über die Weite des Meeres bekommen werden.

Auflistung der Besten Strände von Barbados

  • Strand Paynes Bay
  • Crane Beach
  • Dover Beach
  • Foul Bay
  • Cattlewash
  • Sandy Lane Beach
  • Bottom Bay Beach
  • Procpect Beach
  • Pebbles Beach
  • Miami Beach
  • Harrismith Beach

Wetter auf Barbados: Wann ist die beste Reisezeit?

Wegen der Lage der Insel kann das Klima als tropisch bezeichnet werden. Sommer das ganze Jahr ist das, wovon viele Reisenden träumen. Im Juli sind die Höchstwerte bei 30°C gelegen, milde 23°C werden in den Nächten gemessen.

Im Februar sind es noch immer 28°C am Tag und 21°C in den Nächten. Ein angenehmer Wind sorgt dafür, dass die hohen Temperaturen nicht als zu heiß empfunden werden. Die Regenzeit auf Barbados beginnt im Juni und endet im Oktober. Von Februar bis Mai ist es deutlich weniger feucht. Die Wassertemperaturen im Februar und März liegen bei angenehmen 25°C. Im Juli und August klettern sie gar auf 28°C an.

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