Die Zeitumstellung – Sinnvoll oder nicht?

Die Zeitumstellung – Sinnvoll oder nicht?

Da hat doch jemand an der Uhr gedreht! Fluch und Segen der Zeitumstellung liegen nah bei einander. Zweimal im Jahr bietet die Zeitumstellung ein reges Gesprächsthema. Am letzten Märzwochenende wird der Zeiger eine Stunde vorgedreht von 2 Uhr auf 3 Uhr und am letzten Oktoberwochenende gibt es die Stunde dann wieder zurück, am Sonntag wird die Uhr von 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt. Die Idee, hinter der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit und umgekehrt, ist das Tageslicht besser nutzen zu können und somit Energie sparen zu können.

War das schon immer so?

Allzu lang gibt es die heutige Zeitumstellung noch nicht, aber sie ist Gesetz! Grundlage ist das Zeitgesetz §3 von 1978, dieses Gesetz ist 1994 geändert worden und 2001 verordnet worden durch die Bundesregierung. In Deutschland gab es erstmals 1916 eine Zeitumstellung, zwischen 1950 und 1980 gab es keine, davor jedoch kannte man sogar eine Hochsommerzeit. Geschuldet ist das Gesetz der Energieersparnis, vor dem Hintergrund der Nachwirkungen der Ölkrise 1973. Zudem ging es um eine Angleichung an die Nachbarländer. Ob mit diesem Gesetz letztlich wirklich Energie gespart werden kann, bleibt zweifelhaft, da besonders in den kalten Monaten mehr geheizt wird, was nicht im Verhältnis zu gesparten Energie durch die eingesparte Nutzung von elektrischem Licht in der Sommerzeit steht.

Kostet die Zeitumstellung uns nicht nur eine Stunde Schlaf, sondern auch Gesundheit?

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Viele Menschen sind mit der Umstellung von Sommer- und Winterzeit nicht einverstanden. Sie haben unterschiedliche Begründungen dafür, gemeinsam ist diesen aber, dass sich die Umstellung der Zeit auf das Wohlbefinden auswirkt. Man weiß, dass die meisten Menschen eine Umstellung von Sommer- auf Winterzeit besser vertragen, als umgekehrt.

Die innere Uhr des Menschen ist eigentlich auf einen 25-Stunden-Rhythmus ausgelegt, was bedeutet, die Umstellung in der man eine Stunde mehr Schlaf bekommt, hat weniger Auswirkung auf unseren Biorhythmus, als die Umstellung auf die Sommerzeit. So sinkt beispielsweise bei der Umstellung auf die Winterzeit, die auch als Normalzeit bezeichnet wird, am darauffolgenden Montag der Zeitumstellung die Unfallstatistik um 7%, während sie am Montag nach der Sommerzeitumstellung um ca. 7% steigt. Am einfachsten lässt sich dies mit der inneren Uhr des Menschen erklären, die sich noch nicht umgestellt hat.

Symptome der Zeitumstellung

Schlecht geschlafen | © panthermedia.net /Antonio Guillen Fernández

Schlecht geschlafen | © panthermedia.net /Antonio Guillen Fernández

Die Umstellung auf die Winterzeit tangiert die innere Uhr im geringen Maße und damit letztlich auch weniger unsere Gesundheit. Dennoch klagen die Menschen besonders bei der Umstellung auf die Sommerzeit unter Kopfschmerzen, Übelkeit, typischen Symptomen eines Jetlags. Besonders betroffen sind vor allem Menschen, die bereits vorher schon Einschlaf- und Durchschlafprobleme hatten.

Ebenso hat die Zeitumstellung Einfluss auf alle Berufsgruppen, bei denen der Tag-Nacht-Rhythmus durch Schichtarbeit gestört ist. Letztlich kann es aber auch Kinder und ältere Menschen treffen. Die Gesundheit wird durch die Störung der inneren Uhr jedenfalls bei allen beeinträchtigt, mal mit deutlicheren oder weniger deutlichen Symptomen.

Fazit zum Sinn der Zeitumstellung

Die Diskussion um die Zeitumstellung sorgt immer wieder für Zündstoff, was nicht verwundert, wenn man sich überlegt, dass sie gesundheitliche Beeinträchtigungen mit sich bringt und die Hypothese der Energieersparnis nicht verifiziert werden kann. Die Umstellung auf die Sommerzeit scheint aber eindeutig das größere Problem darzustellen. Sie hat mehr Einfluss auf die innere Uhr des Menschen und hat längere Auswirkungen als die sogenannte Normalzeit. Grundsätzlich sind die Menschen wohl doch Gewohnheitstiere, auch bezüglich ihrer Tagesstundenzahl.

Übrigens scheinen auch die besten Freunde des Menschen, die Haustiere, so ihre Probleme zu haben, sie haben ebenfalls eine innere Uhr, die sich an ihre Fütterungszeiten knüpft, steht Frauchen oder Herrchen eine Stunde später auf, gibt es später etwas zu fressen. Die gute Nachricht, meist verschwinden die Symptome durch die Zeitumstellung nach 4-14 Tagen. Diejenigen, die vorher wenig Probleme mit ihrem Schlaf hatten, können dann auch wieder die verlorene Stunde kompensieren oder die gewonnene Stunde im Bett genießen.

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