Warum man WMA in MP3 umwandeln sollte

Warum man WMA in MP3 umwandeln sollte

Das Internet bietet dem Benutzer heutzutage unzählige Möglichkeiten, um Dateien zu speichern, zu verändern oder zu komprimieren. Zum Großteil wird das Umwandeln (meist als Konvertieren bezeichnet) genutzt, um die Größe einer Datei zu verkleinern oder einen Teil dieser zu extrahieren – also zu trennen, damit eine separate Übersicht geschaffen wird. Mit der Umwandlung von WMA in MP3m bieten sich hier verschiedene Möglichkeiten und Vorteile.

WMA – Windows Media Audio

WMA ist ein komprimiertes Audioformat, das von Microsoft erstellt und popularisiert wird. Es ist eine Dateierweiterung, die mit dem Windows Media Player funktioniert, der hauptsächlich für Musik verwendet wird. Dies bedeutet, dass es ein proprietäres Eigentum von Microsoft ist, das Kompatibilitätsprobleme mit anderen Plattformen hat, weshalb die Dateien häufig in eine MP3 Datei umgewandelt werden.

Eine WMA-Datei ist in den meisten Fällen im Advanced Systems Format (ASF) enthalten, einem proprietären Microsoft-Containerformat für digitale Audios oder digitale Videos. Das ASF-Containerformat gibt an, wie Metadaten über die Datei codiert werden sollen, ähnlich den ID3-Tags, die von MP3-Dateien verwendet werden. Metadaten können Liedname, Titelnummer, Künstlername und auch Audio-Normierungswerte enthalten.

Der Unterschied zwischen WMA und MP3

Mit der Entstehung von Solid-State-Musikplayern, kamen auch MP3. Ihr bemerkenswertestes Merkmal war und ist die Möglichkeit der Komprimierung der Datei auf eine geringere Größe als 10% der ursprünglichen CD-Datei, ohne dass hierbei Einbußen in der Qualität stattfinden. Das Komprimieren führt hier zu einer kleineren Größe und somit einem geringeren Verbrauch von Speicherplatz. WMA und MP3 ähneln sich in vielen Aspekten, da sie die Dateigröße auf die gleiche Weise reduzieren. Sie verwenden jedoch unterschiedliche Encoder, die einen direkten Einfluss auf die Bitrate haben. Bei der Bitrate handelt es sich um die Menge an Daten, die die Datei für die Sounddaten pro Sekunde verwendet. Je höher die Anzahl, desto besser die Qualität der Datei und demnach auch der Klang.

Die wahrgenommene Qualität einer komprimierten Audiodatei im Vergleich zu dem ursprünglichen Quellenmaterial ist höchst subjektiv. Durch den Vergleich mehrerer Meinungen haben jedoch Studien die Qualität von WMA- und MP3-komprimierten Dateien mit einer Bitrate von 128 Kbit/s als ähnlich dem Quellmaterial bewertet. MP3-Dateien neigen dazu, in einigen Tests etwas besser abzuschneiden, jedoch nur gering. Wenn die Bitrate steigt, wird die Komprimierung reduziert, wodurch größere Dateigrößen entstehen und mehr Informationen aus der Originaldatei erhalten bleiben.

Bei niedrigeren Bitraten sind die Dateigrößen von WMA und MP3 ähnlich. Bei 64 Kbit/s beträgt beispielsweise eine fünf Minuten lange Audiodatei im WMA-Format 2.6 MB, während die gleiche als MP3 gespeicherte Datei nur 2.4 MB beträgt. Trotz minimalem Unterschied in der Größe, zeigt sich, dass eine MP3 Datei generell bei gleicher Qualität kleiner ist. WMA wird nachgesagt, eine bessere Komprimierung bei gleicher Qualität zu erreichen – trotz niedrigerer Bitraten.

Was spricht für das Konvertieren in MP3?

MP3-Player | © panthermedia.net /Telesh

MP3-Player | © panthermedia.net /Telesh

Das WMA-Format wird häufig für viele Musikdownloaddienste verwendet (sprich: wenn Musik über das Internet erworben wird) und ist mit vielen Windows-basierten Programmen kompatibel. Ursprünglich behauptete Microsoft, dass WMA-Dateien die gleiche Qualität wie MP3-Dateien mit der halben Größe hätten. Unabhängige Tests haben dies jedoch bestritten. Warum also WMA in MP3 umwandeln?

Einer der wichtigsten Gründe ist die Kompatibilität. Obwohl WMA in Windows-Programmen beliebt ist, gibt es immer noch viele Multimedia-Programme und MP3-Player, die mit diesem Format nicht kompatibel sind. MP3 ist auf der anderen Seite so allgegenwärtig, dass fast jedes Programm oder Gerät es abspielen kann. Ein weiterer Grund für die Konvertierung ist, dass MP3 auch auf Mac-basierter Software verwendet werden kann.

Weiterhin ist es eine gute Idee, WMA in MP3 zu konvertieren, wenn man Musik oder Sounds in eine Website einfügen möchte. Je nach Art des Computers und der Software, die Besucher verwenden, können sie möglicherweise keine WMA-Dateien auf der Website wiedergeben. Es ist viel wahrscheinlicher, dass MP3 mit jedem System kompatibel ist, das die Seite besucht.

Fazit: Dateien problemlos umwandeln

Heutzutage lassen sich WMA-Dateien einfach und mühelos in MP3 und andere Audio- sowie Videoformate umwandeln. Dabei kann sowohl zu Seiten als auch Softwares gegriffen werden, von denen viele zudem kostenlos sind. Je nach Programm ist es zudem möglich, sowohl solche Dateien umzuwandeln, die sich auf der eigenen Festplatte befinden, als auch Dateien aus dem Internet. Die Umwandlung dauert meist nur wenige Minuten und im Anschluss lässt sich die MP3-Datei herunterladen und speichern.


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