Reise nach Tunesien – so vielfältig zeigt sich das Urlaubsland im Norden Afrikas

Reise nach Tunesien – so vielfältig zeigt sich das Urlaubsland im Norden Afrikas

Tunesien gilt als beliebtes Reiseziel und hat sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte sogar soweit etabliert, dass der Tourismus eine der wichtigsten Einnahmequellen des Landes ist. Grund dafür ist einerseits die unmittelbare Nähe zum Mittelmeer, andererseits besitzt Tunesien aber auch eine lange Küste und verfügt gleichermaßen über direkte Ausläufer der Sahara. Zwei krasse Gegensätze also, die hier aufeinandertreffen und für Urlauber spannende und vielfältige Erlebnisse bereithalten.

Neben der klassischen Kamelwanderung, die wohl bei nahezu jedem Touristen auf dem Programm steht, sind außerdem auch bekannte archäologische Ausgrabungsstätten öffentlich zugänglich, darunter zum Beispiel das alte Karthago.

Ruinen von Karthago

Die Ruinen von Karthago (Foto: Thinkstock / iStock / jura13)

Entscheidend und sehr attraktiv für viele Besucher dürfte darüber hinaus aber auch der verhältnismäßig moderate Preis sein, der bei einem Aufenthalt anschlägt – denn sowohl Waren als auch Dienstleistungen können hier vielerorts zu sehr günstigen Preisen gekauft oder in Anspruch genommen werden, wie auch ein erläuternder Beitrag auf tunesientourist.com verrät.

Reiseführer: Land und Leute, Kultur und Tourismus

Für Urlauber und andere Besucher ist vor allem ein Besuch im nördlichen Tunesien zu empfehlen, denn dort sind die Gebiete besonders gut erschlossen. Neben der Landessprache Arabisch werden Urlauber zudem auch vielerorts auf die französische Sprache treffen, was darauf basiert, dass Tunesien im 19. Jahrhundert zu französischem Schutzgebiet wurde.

Ein typisches Merkmal des Landes ist außerdem die starke Verbreitung des Islams, wobei Tunesien diesbezüglich allerdings eine Vorreiterrolle in der besonders progressiven Ausübung praktiziert: Das äußert sich zum Beispiel darin, dass Tunesien als erster arabischer Staat das Frauenrecht einführte und sich für eine Trennung zwischen Staat und Religion ausspricht.

Die Einreise nach Tunesien – was muss bedacht werden?

  • Welche Dokumente werden für die Einreise benötigt?

    Die Einreise ist mit Reisepass und/ oder Personalausweis möglich, sofern die Reisedokumente noch mindestens sechs Monate lang gültig sind. Ein Visum muss im Vorfeld nicht eingeholt werden, stattdessen können sich Besucher des Landes visumsfrei bis zu drei Monate in Tunesien aufhalten.

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  • Welche Zahlungsmittel eignen sich für den Urlaub in Tunesien?

    Vor dem Urlaub ist ein Geldwechsel nicht möglich, denn der tunesische Dinar darf weder ein- noch ausgeführt werden. Der Umtausch kann dann allerdings direkt am Flughafen erfolgen, dort sollten Urlauber am besten jedoch nur etwas Geld für die ersten Tage wechseln.

    Für den weiteren Urlaub bietet es sich hingegen an, das Geld bei den Banken zu tauschen, da dort die besten Wechselkurse genutzt werden können und Kunden sicher vor Betrügereien sind. Zwar gibt es auch Wechselstuben und teilweise bietet auch das Hotelpersonal einen Wechsel an, davon sollte aber in jedem Fall abgesehen werden, zumal letzteres ohnehin verboten ist.

    Ansonsten sollten Urlauber sich außerdem nicht überall nur auf das bargeldlose Bezahlen mit einer Kreditkarte verlassen, denn dieses ist in Tunesien lediglich in größeren Städten und Hotels möglich.

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  • Was muss ich sonst noch wissen?

    Neben den strengen Zollvorschriften werden auch Drogendelikte sehr stark geahndet, der Besitz kleinster Mengen Rauschgiftes kann so bereits mit mindestens einem Jahr Haft und einer Geldstrafe geahndet werden.

    Ebenfalls wichtig zu wissen: Homosexuelle Handlungen sind in Tunesien strafbar. Um sicherzugehen, sollten sich Urlauber in jedem Fall vorab beim Auswärtigen Amt über diese und weitere wichtige Bestimmungen erkundigen.

Die beliebtesten Reiseziele Tunesiens

Ob Badeurlaub, Kulturtrip oder vielseitiges Rundumpaket, Tunesiens unterschiedliche Ecken sind ideal dafür geeignet, eine möglichst individuelle Reise zu planen. Top-Regionen wie Cedria Beach, Hammamet, La Marsa oder Oasen wie Douz halten zu diesem Zweck unterschiedlichste Aktivitäten bereit und faszinieren mit beeindruckender Naturkulisse.

Kein Wunder, dass die Suche nach dem richtigen Urlaubsort manches Mal gar nicht so leicht fällt, wenngleich viele Anbieter wie lastminute.de ihren Kunden die spannendsten und vor allem beliebtesten Möglichkeiten anschaulich aufzeigen.

In der Tat lohnt es sich bei der Buchung eines Urlaubs daher, nicht nur die Örtlichkeiten selbst genauer anzuschauen, auch Erfahrungsberichte oder Bewertungen von Hotels und Regionen sind eine nützliche Entscheidungshilfe.

Folgende kleine Vorauswahl dürfte allerdings ebenfalls hilfreich sein:

ReisezieleInformationen
Insel DjerbaDie größte Insel Nordafrikas hat nicht nur blaues Meer und lange Sandstrände zu bieten, sie hält auch mehr als 300 Sonnentage im Jahr bereit. Gerade Wassersportler kommen hier auf ihre Kosten, außerdem bietet die Insel verschiedenste Grabstätten, historische Moscheen und Zaouias.
Oase ZarzisIm Vergleich zu Djerba geht es in Zarzis gemächlicher zu, denn lautes Nachtleben und viele Touristen sind hier nicht an der Tagesordnung. Umso mehr eignet sich die Region für Familien und diejenigen, die auf den vielen Märkten shoppen möchten.
MahdiaMahdia liegt am schönsten Küstenabschnitts Tunesiens, ist aber trotz allem noch kein Opfer des Massentourismus geworden. Aus diesem Grund finden Urlauber in Mahdia eine lebendige und vor allem ganz typisch tunesische Stadt, in der die Menschen ihrem ganz normalen Alltag nachgehen.
SousseSousse ist eine der beliebtesten Touristenstädte und das völlig zu Recht, denn hier an der Nordostküste des Mittelmeeres wartet eine gelungene Mischung aus Erholung, Entertainment, Kultur, Aktivurlaub und Sonnenbaden.

Probleme und Risiken in Tunesien

Seit 2010 kommt es verstärkt zu Unruhen in Tunesien, die mitunter auch gewalttätig enden und sich vornehmlich zwischen Demonstranten, Polizei und Militär abspielen. Aufgrund dessen gibt es vor allem in vielen Touristenzonen, darunter zum Beispiel Sousse, Hammam-Sousse, Mahdia, Zarzis oder der gesamten Insel Djerba, ein höheres Polizeiaufkommen, welches Urlauber vor körperlichen Angriffen und anderen problematischen Situationen schützt.

Viele Reiseveranstalter bitten ihre Kunden daher, die Hotelanlagen im Idealfall gar nicht erst zu verlassen oder sich zumindest in den unmittelbar angrenzenden Zonen aufzuhalten.

  • Gefährlich wird es vor allem nachts, Urlauber sollte sich daher nach Möglichkeit nicht in unbeleuchteten oder einsamen Gegenden Tunesiens aufhalten.
  • Auch Diebstähle und Überfälle kommen vor und bringen mitunter auch Körperverletzungen, wenn nicht gar Mord mit sich – auf Rücksicht auf die Touristenindustrie wird dieser Umstand allerdings nur selten in der Presse thematisiert.
  • Achtung: Nach wie vor gilt in Tunesien ganz offiziell der „Ausnahmezustand“, den Anweisungen von Polizei und Militär muss daher in jedem Fall Folge geleistet werden. Auch Ausgangssperren, die aktuell vor allem in Tunis und Gafsa vorkommen, müssen natürlich auch von Touristen eingehalten werden.
  • Riskant wird es außerdem in unmittelbarer Nähe zur Grenze zu Algerien oder Libyen, denn dort besteht eine konkrete Gefahr von Entführungen – Ausflüge z.B. mit dem Mietwagen dorthin sollten daher tunlichst vermieden werden.

Trotz der unmittelbaren Risiken ist der Urlaub in Tunesien aber keinesfalls durchweg abzuraten, sicherer wird er aber, wenn alle Sicherheitsvorkehrungen und -empfehlungen bedacht werden.


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