Haustier Ja oder Nein? – Vor- und Nachteile der flauschigen Vierbeiner

Haustier Ja oder Nein? – Vor- und Nachteile der flauschigen Vierbeiner

In jeder Familie – in der keine heftige Tierhaarallergie herrscht – wird irgendwann einmal die Frage zur Anschaffung eines Haustieres diskutiert. Die Kinder sind dafür, die Eltern wissen nicht so recht. Auch viele Singles und zusammen lebende Paare wünschen sich einen felligen Mitbewohner, der ihnen das Gefühl gibt, gebraucht zu werden oder um den sie sich gemeinsam kümmern können. Doch bei der Entscheidung zu einem Haustier muss weit mehr bedacht werden als die simple Feststellung, dass man Tiere mag. Wir zeigen euch im Folgenden, welche Tiere für eure Lebenssituation geeignet sind und wer mit den Haustieren lieber noch ein paar Jahre warten sollte.

Ein Haustier kann das Leben eines Menschen sehr bereichern. Es ist wie der beste Freund, zu dem man abends nach Hause kommt und dem man alle seine Probleme anvertrauen kann. Leider haben aber viel zu viele Tierbesitzer – unabhängig davon ob sie ihr Tier lieben – kein Händchen für Tiere oder können ihnen einfach keinen geeigneten Lebensraum bieten.

Familien

Katze und kleiner Junge | © panthermedia.net / Alekuwka

Katze und kleiner Junge | © panthermedia.net / Alekuwka

Bei Familien mit Kindern sind es meistens die Jüngsten, die sich ein Haustier wünschen. Die beliebtesten Haustiere unter Kindern sind der Hund, die Katze und ein Kaninchen/Meerschweinchen. Viele Eltern entscheiden sich dann für einen Nager im Käfig, weil sie denken, dass sie am wenigstens Dreck machen und am pflegeleichtesten sind. Dem ist aber nicht so. Der Käfig muss jeden Tag sauber gemacht werden, da er sonst anfängt zu müffeln, das Tier ist zu 100% von euch abhängig und muss immer mit Futter und frischem Wasser versorgt werden. Am Stall-Saubermachen verlieren die Kinder schnell die Lust und es bleibt an den Eltern hängen. Zudem werden Kaninchen, im Gegensatz zu Hunden und Katzen, nicht gerne beschmust und aus ihrer gewohnten Umgebung herausgerissen.

Besser für Familien eignen sich also Hunde oder Katzen. Sie haben eine längere Lebensdauer und wachsen zu einem vollwertigen Familienmitglied heran. „Aber Hunde sind so teuer!“, sagt ihr jetzt? Das muss nicht sein. Natürlich stimmt es schon, dass ihr mit der Hundesteuer im Monat etwas mehr zahlt, für das Futter muss das aber nicht gelten, wenn ihr wisst, wo ihr es kauft. Viele erste Hundebesitzer laufen in den Fachhandel und lassen sich das teuerste Gourmetfutter andrehen, das kaum andere Inhaltsstoffe hat als das Futter aus dem Supermarkt. Auf der bekannten Fachseite mein-haustier findet ihr tolle Angebote für hochwertiges Tierfutter, das kein Loch in eure Brieftasche reißen wird.

Eine Katze ist billiger in der Anschaffung, leichter in der Pflege und frisst, entsprechend ihrer Größe, weniger als ein Hund. Katzen sollten aber nicht nur im Haus leben müssen. Wenn ihr ein junges Kätzchen haben wollt, macht es bitte nicht zur Wohnungskatze! Es liegt in der Natur der Samtpfoten, dass sie durch die Gegend streunen, ihre Umgebung entdecken und Mäuse fangen. Habt ihr also keinen Garten oder ähnliches, dann ist ein Hund die bessere Wahl für euch.

Bei den Paaren verhält es sich ganz ähnlich. Wenn beide den ganzen Tag arbeiten sind, ist ein Hund nicht das richtige Haustier. Er würde sich den ganzen Tag langweilen und einsam fühlen. Einer Katze hingegen macht das nichts aus. Sie schläft den ganzen Tag über und ist erfreut, wenn ihr wieder da seid und ihr etwas zu fressen gebt.

Singles / WG

Katze als Zuhoerer | © panthermedia.net / stokkete

Katze als Zuhoerer | © panthermedia.net / stokkete

Gerade wenn man alleine wohnt, kann man sich schon einmal ein bisschen einsam fühlen. Keiner ist da, wenn man nach Hause kommt und mit dem man reden kann. Solange ihr nicht von Zuhause arbeitet, oder euren Hund mit zur Arbeit nehmen könnt, solltet ihr das häufige Alleine-Sein einem Hund nicht antun. Übrigens: Immer mehr Arbeitgeber gestatten es ihren Angestellten, ihren Hund mit ins Büro zu bringen, da sich so das Arbeitsklima und die Produktivität verbessert. Dafür muss der Hund aber natürlich perfekt erzogen und stubenrein sein. Für Singles, die viel unterwegs sind und ihren Hund dabei nicht immer mitnehmen können, eignen sich Katzen also besser. Aber auch hier sollten sie in jedem Fall Zugang nach draußen haben.

Wenn viele Tierfreunde in einer Wohngemeinschaft leben, dann kommt früher oder später der Wunsch nach einem Haustier auf. Blöd nur, wenn einer der Mitbewohner eine Tierhaarallergie hat. Das macht aber nichts, denn Wissenschaftler haben herausgefunden, dass manche Katzen und Hunde keine Reaktionen bei Allergikern hervorrufen. Welche das sind erfahrt ihr auf der verlinkten Seite. So kommt wirklich jeder Tierfreund auf seine Kosten.

Fazit: Haustier Ja oder Nein?

Ein Haustier ist etwas wundervolles und kann das Zusammenleben wirklich bereichern. Zuerst gilt es aber natürlich das richtige Tier zu finden. Während Katzen relativ selbstständig sind und nur schmusen wenn sie es auch wirklich wollen, so ist der Hund wahrlich der beste Freund des Menschen. Er ist, wenn möglich, immer mit dabei und möchte am liebsten nie allein gelassen werden. Das solltet ihr bedenken. Zudem erfordert ein Hund eine Menge Arbeit, da er erzogen, beschäftigt und ausgeführt werden will. All das fällt bei Kaninchen und Katzen natürlich weg.

Aber Achtung: Nur weil ihr euch für ein Haustier entschieden habt, heißt das – solange ihr nicht in eurem eigenen Haus wohnt – nicht, dass es euch auch gestattet ist, ein Tier zu halten. Das könnt ihr entweder mit einem Blick in euren Mietvertrag herausfinden oder ihr schaut bei diesem Artikel vorbei, der die Mietrechte für Tierhalter erläutert. So steht dem Einzug des neuen und flauschigen Familienmitglieds nichts mehr im Weg!


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