Dropshipping – worum geht’s?

Dropshipping – worum geht’s?

Berechtigte Business-Frage: Was ist Dropshipping?

Wer sich für die Wirtschaft der Gegenwart interessiert oder mit einer Selbständigkeit liebäugelt, stolpert über den Begriff Dropshipping. Die Definition ist relativ simpel: Ein Akteur der Einzelhandelsarena überzeugt Kunden von dem Kauf eines Produkts. Nach Zahlungseingang wird die gewünschte Ware beim kooperierenden Unternehmen bestellt und von diesem direkt an den Kundenhaushalt ausgeliefert.

Bei alten Kaufmannshasen stellt sich der Aha-Effekt, dann das Augenrollen ein. Im klassischen Jargon wird dieses Verfahren als Streckengeschäft bezeichnet und ist absolut nicht neu. In vielen Segmenten wird bei der Produktvermarktung und Logistik seit Jahrzehnten mit dem Konzept gearbeitet.

Dennoch gibt es bei der Sache innovative Aspekte, die sich aus der Präsenz des Internets ergeben. Es ist nicht mehr ungewöhnlich, persönliche Bedürfnisse beim virtuellen Flanieren zu decken. Hierfür bieten sich Onlineshops an, die mit einem breiten Produktportfolio aufwarten. Ähnlich wie im reellen Leben, ist es angenehm, in einem Verkaufsumfeld mehrere Einkäufe abzuwickeln. Das erspart Zeit und schlechte Erfahrungen mit dem Service unbekannter Händler. Von diesen Kaufstrategien profitieren virtuelle Läden mit großem Warenspektrum, das via Dropshipping rekrutiert wird.

Niederschwelliger Start für Neulinge

Wie Dropshipping funktioniert, ist damit geklärt. Zudem lässt sich die Antwort auf diese Frage leicht finden:

Welche Vorteile hat Dropshipping?
Unternehmen profitieren davon, dass ihre Produkte in vielen virtuellen Läden anzutreffen sind. Logischerweise steigert dies die Nachfrage, wenn die Sache nicht völlig am Bedarf des Markts vorbei entworfen wurde. Beim Händler entfallen einige Arbeitsschritte und Kostenfaktoren. Im Gegensatz zum klassischen Wiederverkauf müssen Warenbestände nicht erworben oder in Kommission genommen werden, um in der Auslage zu landen.

Dementsprechend wenig Eigenkapital für den Einstieg ist notwendig. Auch die laufenden Kosten reduzieren sich deutlich, da weder an Lagerhaltung noch an den Aufwand beim Versand gedacht werden muss. Dies vereinfacht die Kalkulation und mindert das Risiko. All dies ist für Frischlinge des selbstständigen Handels recht sympathisch. Skeptische Naturen suchen nun nach dem Haken bei der Sache.

  • Was kann man mit Dropshipping verdienen?

    Es wäre falsch zu vermuten, dass die verhältnismäßig leichte Geschäftsgründung nur geringe Früchte einbringt. Dafür gibt es Gegenbeispiele, bei denen sich die überschaubare Crew ein goldenes Näschen verdient. Allerdings ergibt sich dieser Erfolg nicht von selbst.

    Die Voraussetzungen sind unter anderem:

    • kaufmännische Kenntnisse
    • Know-how zum Online-Marketing
    • stete Wachsamkeit
    • eine pfiffige Strategie
    • die Zusammenstellung eines gefragten Portfolios

    Je mehr Konkurrenten in dem Segment mitmischen, umso bedeutender wird der unschlagbar niedrige Preis, der an der Gewinnspanne rüttelt. Zudem muss der Onlineshop von möglichst vielen Kunden entdeckt und genutzt werden. Dies erfordert Enthusiasmus, was die Nutzung der zugehörigen Werbe-Tools angeht. Die Kunst liegt letztlich darin, eine wenig besetzte Nische zu entdecken, deren Zielgruppe nicht allzu übersichtlich ist.

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  • Wie findet man Produkte fürs Dropshipping?

    Die Idee für eine heiß begehrte Ware genügt nicht. Für das virtuelle Upgrade vom Streckengeschäft werden interessierte Großhändler benötigt. Tatsächlich werden Unternehmensgründer und Shop-Betreiber im Netz schnell fündig.

    Portale haben wiederum diese Geschäftslücke entdeckt und bemühen sich gewerblich motiviert um die Kontaktaufnahme zwischen den beiden Parteien. Einige Unternehmen, die sich auf Dropshipping als Vertriebsweg spezialisiert haben, bieten sogar schlüsselfertige Shops für den neuen Start ins Business an. Logischerweise ist damit verbunden, dass die Produkte des Kooperationspartners feilgeboten werden.

    Wenn das Warenangebot zu den ersten Treffern der Internetrecherche zählt, sind zahlreiche Mitstreiter im Web zu erwarten. Wer nach dem ultimativen Bestseller mit Marktlückencharakter sucht, muss etwas mehr Zeit fürs Sortiment und die Kontaktrecherche investieren.

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  • Worauf muss bei Dropshipping geachtet werden?

    Generell gilt: Je mehr der benötigten Kompetenzen selbst in die Waagschale geworfen werden, umso geringer sind die laufenden Kosten. Online-Shops müssen konzipiert, programmiert, gewartet und bestückt werden.

    Wer virtuell flaniert erwartet eine umfassende Kundenbetreuung, die bestenfalls rund um die Uhr an allen Tagen des Jahres zur Verfügung steht. Ein gut gerüstetes Heimbüro mit der entsprechenden Infrastruktur für die Kommunikation ist also das Minimum.

    Wenn einige Jobs wegen Zeitmangel oder Unkenntnis ausgelagert werden müssen, erhöht dies das Investitionsvolumen und schmälert fortlaufend den Umsatz. Zudem lässt sich ein frequentierter Shop nicht von heute auf morgen etablieren. Deshalb sollte die Startphase von einem Guthaben für Lebenserhaltungskosten begleitet sein.

    Zudem ist Vorsicht bei der Wahl der Großhändler geboten. Absolut schwarze Schafe versprechen Waren gegen Vorkasse, die nicht existieren und niemals beim Kunden eintreffen werden. Andere nehmen es mit der Geschäftstüchtigkeit nicht so ernst, was zu Lieferverzögerungen oder Reklamationen führen kann.

    Schlechter Service und mangelhafte Qualität fallen jedoch auf den Einzelhändler zurück, der im Vordergrund steht. Wenn die bereits bezahlten Güter nicht eintreffen, fordern Kunden selbstverständlich ihr Geld zurück. Derartige Stolperfallen haben das Potenzial, den Ausspruch zu bewahrheiten: Außer Spesen nichts gewesen.

Quintessenz – Chancen für wachsame Netzkenner

Mit wenigen Qualitäts-Checks können derartige Bauchlandungen weitgehend ausgeschlossen werden. Seriöse Unternehmen bieten komfortable Zahlungsziele an und glänzen bei Probebestellungen mit exzellentem Service sowie erstklassiger Ware. Dank einer ausgefeilten Geschäftsidee lässt sich mit reinem Dropshipping durchaus der Lebensunterhalt verdienen.

Alternativ eignet sich das lagerfreie Modell auch zur Untermauerung des eigenen Sortiments. Wer beispielsweise mit innovativen Einzelstücken den Markt erobern möchte, benötigt passende Produkte für einen Shop mit attraktiver Vielfalt. Diese Bandbreite lässt sich mit Dropshipping realisieren.

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