Schmuck und wichtige Dokumente schützen – die Lösung Wertschutzschränke und Tresore

Schmuck und wichtige Dokumente schützen – die Lösung Wertschutzschränke und Tresore

Vorsorge ist besser als Nachsorge. Dieser Binsenweisheit ist insbesondere wichtig, wenn es um die Aufbewahrung von Schmuck, Bargeld und bedeutsamen Dokumenten geht. Wer hier zu nachsichtig ist, muss im Fall eines Brandes oder Einbruches mit hohen Verlusten rechnen.

Die Lösung heißt Tresor und Wertschutzschrank. Warum dies so ist und was Sie beim Kauf beachten müssen, zeigen wir Ihnen hier.

Tresor und Wertschutzschrank: Für Sie und die Versicherung wichtig

Wertschutzschränke und Tresore schützen nicht nur unmittelbar ihre Wertgegenstände, sondern sind auch aus versicherungstechnischer Perspektive von hoher Bedeutung. So erstattet die Hausratversicherung Gegenstände ab einem gewissen Wert nur dann, wenn Sie im Tresor bzw. Wertschutzschrank aufbewahrt worden ist.

    Außerhalb dieser Wertschutzschränke und Tresore ist die Haftung beschränkt und die Versicherung ersetzt lediglich:

  • Bargeld bis zu einem Wert von 1.000 Euro
  • Urkunden bis zu einem Wert von 2.500 Euro
  • Gold, Briefmarken, Münzen und Schmuck bis zu einem Wert von 20.000 Euro

Häufig lassen sich die Wertgegenstände jedoch nicht exakt in Zahlen messen, da ihnen auch ein ideeller Wert zukommt. Ganz gleich, ob es sich um die Rolexuhr des verstorbenen Vaters oder den Hochzeitsring der Großmutter handelt: Diese Stücke sollen nicht verloren gehen.

Gleiches zählt natürlich für Urkunden und Dokumente, die sich teilweise nur mit sehr viel Aufwand wieder ersetzen lassen. Es ist daher aus doppelter Hinsicht bedeutsam, entscheidende Dinge in einem Wertschutzschrank bzw. Tresor zu lagern.

Wichtige Überlegungen vor dem Kauf

Bevor Sie sich für einen Tresor oder Wertschutzschrank entscheiden, sollten Sie sich ein paar wichtige Fragen stellen. Sie geben Ihnen Aufschluss, was Sie benötigen. Fragen Sie sich, ob Sie primär einen Schutz vor Einbruch suchen oder auch vor Feuer. Zudem gibt es freistehende Standtresore und Einbautresore.

Überdenken Sie ferner gut, wo der Tresor oder Wertschutzschrank stehen soll und messen Sie die Länge, Breite und Tiefe des Standortes genau aus. Beachten Sie dabei stets, dass diese Gerätschaften sehr schwer sein können. Nicht jede Decke trägt einen größeren Tresor.

Letztlich können Sie sich noch entscheiden, ob Sie als Verschlusssystem einen Schlüssel, ein mechanisches Nummernschloss oder eine digitale Tastatur haben möchten.

Sollte man Wertschutzschränke und Tresore gebraucht kaufen?

Angefangen bei wenigen hundert Euro bis hin zu mehreren tausend Euro – die Preisspanne für Wertschutzschränke und Tresore ist enorm. Bei einigen Anbietern im Internet kann man Wertschutzschränke gebraucht kaufen (z.B. hier) und somit Geld sparen. Achten Sie bei gebrauchten Tresoren darauf, dass Sie eine Garantie, eventuell sogar ein Prüfzertifikat über die Funktionalität erhalten.

Was macht einen Wertschutzschrank aus?

Umgangssprachlich kursieren viele unterschiedliche Begriffe, wenn es um das Thema Sicherheitsschränke geht. Während Banken und Juweliere für gewöhnlich über einen Panzerschrank verfügen, eignen sich für den Privatgebrauch sogenannte Wertschutzschränke.

Wertschutzschränke sind bezüglich der Sicherheitsstufe dem Stahlschrank überlegen, da sie extrem starke Stahlwände besitzen. Außerdem sind sie zur Verstärkung mit Beton gefüllt. Der Wertschutzschrank bietet einen hervorragenden Einbruchschutz und Versicherungen erkennen ihn an. Hinsichtlich des Brandschutzes ist er jedoch häufig unzureichenden zertifiziert.

Achten Sie vor dem Kauf daher akribisch genau auf die angegebene VDMA-Norm und Sicherheitsklasse in Form einer Prüfplakette sowie der Kennzeichnung VdS oder ECB-S.

Durch eine am Tresor installierte Alarmanlage, können Sie die Sicherheit zusätzlich erhöhen. Dies wird auch von der Versicherung honoriert.

Werfen Sie vor dem Kauf eines Wertschutzschrankes zudem einen Blick in den Tresor. Er sollte über Fächer und gegebenenfalls Schubfächer verfügen, damit er bedienfreundlich ist und Sie Ihre Wertgegenstände übersichtlich lagern können. Wie genau die Innenausstattung auszusehen hat, hängt selbstverständlich von der Art Ihrer Kostbarkeiten ab.

Wie schütze ich mich vor Feuer?

Es ist wichtig, dass Ihr Wertschutzschrank nicht nur Langfinger abhält, sondern auch den Inhalt vor einem Feuer bewahrt. Die VdS-Klasse an den Tresoren gibt darüber zwar keine Auskunft, aber dafür ein anderes Zertifikat. Dieses ist am Wertschutzschrank angebracht und trägt Aufschriften wie beispielsweise S 60 P.

Das Zertifikat S 60 P bedeutet, dass für eine Dauer von 60 Minuten der Tresorinhalt in Form von Papieren bei einem Feuer geschützt ist. Das Kürzel S 60 Dis bezieht sich auf den gleichen Zeitraum, aber nicht auf Papiere, sondern auf Datenträger wie CD-ROM etc.

Obgleich die meisten Hausratversicherungen sich für Brandschutzzertifikate bei Privattresoren nicht interessieren, sollten Sie diesen Beachtung schenken. Bei einem großflächigen Brand im Haus steht häufig der Tresor noch für eine lange Zeit in der Feuersbrunst. Es wäre schade, wenn Sie dadurch Ihre Unterlagen verlieren würden.


Bildnachweis: Thinkstock / LanceB



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