Fleischlos glücklich – 3 Fleischalternativen für einen gesünderen Lebensstil

Fleischlos glücklich – 3 Fleischalternativen für einen gesünderen Lebensstil

Wie oft esst ihr in der Woche Fleisch? Drei mal? Fünf mal? Jeden Tag? Und wer jetzt fragt, ob Beilagen wie eine Bolognesesoße auch zählen: Natürlich tun sie das! Seid ihr zufrieden mit eurem Fleischkonsum? Die meisten sind es nämlich nicht. Immer mehr Menschen möchten nur zu gerne ihren Fleischkonsum reduzieren oder sogar ganz einstellen. Damit ihr das auch durchhalten könnt, braucht ihr kreative Ideen, die auch ein Anfänger in der Küche umsetzen kann. Denn wer sich jeden Tag nur mühsam seinen Salat hinein zwängt, wird die Motivation und den Spaß an der Sache nicht lange aufrecht erhalten können. Wir stellen euch im Folgenden drei vegetarische Fleischalternativen und was ihr leckeres mit ihnen anfangen könnt.

Viele wissen, dass Fleischessen ihnen und der Umwelt nicht gut tut und tun es trotzdem, einfach weil ihnen die Konsistenz und der Geschmack gefällt. Darauf müsst ihr auch bei manchen Fleischersätzen gar nicht verzichten. Natürlich wird man immer einen Unterschied schmecken, da wollen wir euch gar nichts vormachen, durch gewisse Gewürze und Röstaromen kann der Fleischhunger aber auch durch ein saftiges Tofu-Steak gestillt werden.

Warum Fleischfrei?

Es gibt eine Menge Gründe wieso wir anfangen sollten, Fleisch von unserem täglichen Ernährungsplan zu streichen. Der naheliegendste ist natürlich das Bewahren unschuldiger Tiere vor dem Tod. Auch wenn die Tiere in artgerechter Haltung gelebt haben (was leider keine Selbstverständlichkeit ist!), so ist der furchtbare Stress, dem sie beim Schlachter ausgesetzt sind, der selbe. Wenn mehr Menschen genau dafür ein Bewusstsein entwickeln würden, dann müsste weniger Fleisch produziert und weniger Tiere geschlachtet werden. Eine länderübergreifende vegetarische oder auch nur teilweise vegetarische Ernährung würde dem Klima sehr zu Gute kommen. Millionen Tonnen an CO2, die jährlich durch die Fleischproduktion ausgestoßen werden, könnten so eingespart werden. Gutes Gewissen inklusive!

Tofu

Geraeucherter Tofu | © panthermedia.net / fahrwasser

Geraeucherter Tofu | © panthermedia.net / fahrwasser

Tofu wird im asiatischen Raum schon seit Jahrhunderten oft und gerne gegessen und zählt dort zu einem der Grundnahrungsmittel. Hierzulande ist Tofu zwar der beliebteste Fleischersatz, viele können sich mit dem Geschmack aber einfach nicht anfreunden. Schmeckt der Tofu doch immer etwas muffig. Aber was genau ist Tofu eigentlich und woraus besteht er? Tofu wird aus Sojabohnen gewonnen. Diese werden eingeweicht und zu einem weichen Püree verarbeitet. Das Püree wird anschließend filtriert, wodurch sich die festen, faserigen Bestandteile vom Wasseranteil lösen. Wer nun aber glaub die Sojafasern ergäbe das Tofu, hat falsch gedacht. Die herausgefilterte flüssige Bestandteil des Sojapürees wird mit Gerinnungsmitteln versetzt, so dass er stockt. Was daraus nun entstanden ist nennt sich Soja-Eiweiß. Gepresst, haltbar gemacht und verpackt, ist aus einfachen Soja-Bohnen der Tofu entstanden, den wir im Supermarkt kaufen können.

Seitan

Vegane Bolognese mit Seitan | © panthermedia.net / info.jefmilano.com

Vegane Bolognese mit Seitan | © panthermedia.net / info.jefmilano.com

Nun zu zwei eher unbekannteren Fleischersätzen. Seitan, schon mal von gehört? Macht nichts, denn diese fleischlose Variante ist gerade erst im Kommen. Unter Seitan versteht man im Großen und Ganzen Weizeneiweiß. Wie das Soja-Eiweiß wird auch das Weizen-Eiweiß seid Jahrtausenden in der asiatischen Küche verwendet. Nun kommt es auch zu uns und es ist an der Zeit aufzuklären, wie Seitan eigentlich entsteht. Für die Herstellung von Seitan werden Weizenmehl und Wasser vermischt, sodass ein Teig entsteht. Dieser Teig wird ruhen gelassen, geknetet und unter Wasser ausgewaschen, sodass die Stärke verschwindet. Was zurück bleibt ist eine zähe, eiweißreiche Masse. Was Seitan so beliebt macht ist die fleischartige Konsistenz und der Geschmack, der dem von Fleisch schon sehr nahe kommt. Das wird erreicht durch das Kochen und Garen der Masse in würzigen Marinaden. In jedem Supermarkt werdet ihr das Seitan leider nicht findet. Im Reformhaus oder Bioladen dürftet ihr aber schnell fündig werden und dann ist die Palette an Seitan-Gerichten schier endlos. Würstchen, Hackfleisch, Schnitzel, etc.: Mit Seitan ist beinahe alles möglich!

Menschen mit Gluten-Allergie aufgepasst! Für euch ist das Seitan leider nicht verträglich, da es eben aus Weizen-Eiweiß besteht.

Grünkern

Leckere Gruenkernbratlinge | © panthermedia.net / Joerg. Mikus

Leckere Gruenkernbratlinge | © panthermedia.net / Joerg. Mikus

Der unbekannteste Fleischersatz ist Grünkern und er ist auch nur im entferntesten Sinne ein Fleischersatz. Der Grünkern ist das Korn des Dinkels, was halbreif geerntet wird. Nach der Ernte wird es geröstet und erhält einen besonders intensiven Geschmack. Grünkern ist eine gute Alternative zur Hackfleischbulette beim Burger grillen. Eine leckere Grünkernfrikadelle ist reich an Vitaminen, Magnesium und Phosphor und ist zudem auch noch vegan! Auch als Einlage in einer cremigen Suppe macht sich der Grünkern hervorragend. Vorgefertigte Bratlinge oder losen Grünkern solltet ihr in jedem großen Supermarkt finden. Wenn nicht, ist der Bio-Laden euer Place-to-be!

Fazit

Fleischlos zu essen ist nicht immer einfach. Beim Gedanken an ein schönes Schnitzel läuft uns schon das Wasser im Mund zusammen und das ist auch okay. Schließlich ist der Mensch seid seiner Existenz daran gewöhnt Fleisch zu essen und die Umstellung von heute auf morgen ist für manche wie mit dem Rauchen aufzuhören. Es ist für Mensch, Tier und Umwelt schon eine Verbesserung, wenn ihr euren Fleischkonsum auf 1-2 mal die Woche reduziert. An den fleischfreien Tagen könnt ihr euch mit Tofu, Seitan, Grünkern & Co. ganz nach Belieben in der Küche austoben und immer neue Gerichte entdecken. Ihr werdet merken: Vegetarische Gerichte und das neu gewonnene gute Gewissen werden euch so zusagen, dass ihr das Fleisch schon bald gar nicht mehr vermissen werdet.

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