Ein Jahr im Ausland: Wie meistern Eltern die finanzielle Belastung?

Ein Jahr im Ausland: Wie meistern Eltern die finanzielle Belastung?

Viele Schüler und Studenten träumen davon, mindestens ein Semester, im Idealfall sogar ein ganzes Jahr im Ausland zu verbringen. Sie erhoffen sich dadurch unbezahlbare Erfahrungen und das Erlernen einer Fremdsprache fast schon auf Muttersprachniveau. Doch dass dieser Traum viele Eltern vor große Probleme stellt, ist den meisten gar nicht bewusst.

Langfristig planen

Wer Kinder hat, wird irgendwann höchstwahrscheinlich mit der Tatsache konfrontiert, dass diese Erfahrungen im nahen oder sehr fernen Ausland sammeln wollen. Sobald der Zeitpunkt gekommen ist, löst dieser Wunsch sehr unterschiedliche Gedanken aus. Da ist die Sorge um das Kind, das so lange von zu Hause weggehen möchte. Hinzu kommt mit Sicherheit auch ein wenig Stolz auf den Mut, den das eigene Kind mit diesem großen Plan beweist. Schon kurz danach kommen bei vielen Eltern Sorgen finanzieller Art hinzu. Sie verfügen einfach nicht über ausreichende finanzielle Mittel, um ihrem Kind diesen kostspieligen, aber durchaus sinnvollen Wunsch zu erfüllen.

Idealerweise planen Eltern sehr langfristig eine so große Ausgabe für ihr Kind mit ein. Dies gelingt mit Sparplänen, die viele schon kurz nach Geburt abschließen. Schon mit kleinen, monatlichen Beiträgen kommt im Laufe der Jahre eine ansehnliche Summe zusammen. Diese stünde dann zur Verfügung, um Studium, Auslandssemester oder ein Schuljahr im Ausland zu finanzieren.

Leider sind nicht alle Eltern in der Lage, finanzielle Rücklagen zu bilden. Kommt dann der Wunsch nach einem längeren Auslandsaufenthalt beim Kind auf, sind sie häufig überfordert. Sie sind traurig und hilflos, weil sie ihrem Kind den Herzenswunsch nicht erfüllen können. Dann bietet eine Bankfinanzierung wie man sie hier sehen kann eine interessante Lösung.

Eine Finanzierung bringt für die Eltern einige Vorteile mit. Sie erhalten ohne großen bürokratischen Aufwand innerhalb kürzester Zeit die benötigte Summe und können ihrem Kind den Traum vom Auslandsjahr doch erfüllen. Hier lohnt sich der Vergleich verschiedener Kreditangebote. Die Zinssätze können zum Teil deutlich voneinander abweichen. Wer genau vergleicht, kann dabei einige Euro sparen.

Wunsch erfüllen ohne Bankkredit

Sparen für das Auslandsjahr | © panthermedia.net /Piotr Marcinski

Sparen für das Auslandsjahr | © panthermedia.net /Piotr Marcinski

Aber es muss nicht unbedingt ein Bankkredit sein. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um den Traum vom Auslandsschuljahr oder Auslandssemester finanziell zu stemmen. Auf jeden Fall sollte das Kind einbezogen werden. Schließlich ist es sein Wunsch, der erfüllt werden soll.

Langfristig ansparen – klingt vernünftig, ist aber an absoluten Willen und Durchhaltevermögen geknüpft. Kinder bekommen Taschengeld und können monatlich einen kleinen Teil davon beiseitelegen. Schüler können in den Ferien kleine Jobs annehmen, mit denen sie sich ebenfalls Extrageld verdienen. Wird dieses auf die hohe Kante gelegt, rückt das große Ziel schon bald in greifbare Nähe. Zu feierlichen Anlässen können die sonst üblichen Geschenke durch kleine Geldbeträge ersetzt werden. Auch durch diese Maßnahme kommt im Laufe der Vorbereitungsphase ein ansehnlicher Betrag zustande.

Für ein Auslandsschuljahr oder –semester gibt es diverse Fördermöglichkeiten, die unbedingt im Voraus beantragt werden müssen. Es gibt verschiedene Organisationen, die derartige Projekte mit Stipendien unterstützen. Die Anträge müssen bereits einige Monate vor der geplanten Reise eingereicht werden, da die Bearbeitungsdauer zum Teil sehr lang ist. Auch von kirchlicher Seite ist eine finanzielle Unterstützung möglich.

Für einige Jugendliche kommt außerdem Auslands-Bafög in Frage. Genauere Informationen dazu erteilt die zuständige Bafög-Stelle.

Die beliebtesten Länder für ein Auslandsschuljahr oder –semester

Spaß im Ausland | © panthermedia.net /Diana.mironenko

Spaß im Ausland | © panthermedia.net /Diana.mironenko

In den vergangenen Jahren ist ein wenig Bewegung auf der Beliebtheitsskala entstanden. Nach wie vor sind die USA ganz weit vorn zu finden. Für viele junge Leute spiegeln die Vereinigten Staaten ein Lebensgefühl in absoluter Freiheit wieder. Sie wünschen sich nichts sehnlicher, als dieses selbst zu spüren und zumindest zeitweilig zu leben. Auch das amerikanische Schulsystem zieht viele Jugendliche an. Hinzu kommt die enorme kulturelle Vielfalt, die das alltägliche Leben in den USA prägt.

Neben den USA stehen auch Kanada und Australien ganz weit oben auf der Beliebtheitsskala. Das Work-and-Travel-Programm wird vor allem gern von jungen Menschen in der sogenannten Selbstfindungsphase genutzt. Dennoch kostet auch dieser Aufenthalt nicht wenig Geld. Seit einiger Zeit ist auch Neuseeland für junge Menschen zunehmend interessanter geworden. Der Drang, etwas Außergewöhnliches zu erleben, ist hier ganz klar als ausschlaggebender Faktor zu erkennen.

Die spanische Sprache konnte in den vergangenen Jahren ebenfalls immer mehr Anhänger für sich verbuchen. Aus diesem Grunde gewinnen auch die mittel- und südamerikanischen Länder an Popularität, wenn es um die Planung eines längeren Auslandsaufenthaltes geht. Vor allem Costa Rica hat die internationalen Bildungsprogramme ausgebaut und verzeichnet immer mehr Austauschschüler und –studenten. Auch Argentinien erfreut sich wachsender Beliebtheit.

Asien punktet inzwischen auch immer mehr mit attraktiven Austauschprogrammen. Vor allem Japan und China finden immer mehr Fans, die mit ihrem Aufenthalt Sprachen und Kultur für sich entdecken. Die Austauschschüler und –studenten schaffen sich damit eine hervorragende Basis für ihre berufliche Zukunft, da sich die Wirtschaft immer weiter in diese Richtung entwickelt.

So unterschiedlich die genannten Ziele auch sein mögen, so haben sie doch eines gemeinsam: Sie sind eine große finanzielle Herausforderung für alle Eltern, die ihre Kinder bei der Realisierung ihres großen Traumes unterstützen wollen.


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